Górka () ist ein nicht mehr offiziell registrierter Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Górka liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 14 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 26 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Der einst Wilhelmshöhe genannte kleine Ort bestand im Wesentlichen lediglich aus einem großen Hof.Dietrich Lange: Wilhelmshöhe, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2500) Als ein neues, zum Rittergut Maldeuten im ostpreußischen Kreis Mohrungen gehörendes Vorwerk wurde er auf früheren Waldländereien des Guts Maldeuten am 23. September 1858 gegründet.Kreisgemeinschaft Mohrungen: Ernst Vogelsang: Daten zu Stadt und Kreis Mohrungen
Das Gut Maldeuten und mit ihm das Vorwerk Wilhelmshöhe gehörte bis 1900 der Familie von Reichel auf Gut Terpen. Danach wurde der Besitz aufgeteilt, wobei das Hauptgut Maldeuten mit Wilhelmshöhe an Herrn Riedel verkauft wurde.
Mit Gut Maldeuten gehörte das Gut Wilhelmshöhe zum Amtsbezirk Maldeuten im Königsberger Regierungsbezirk.Rolf Jehke: Amtsbezirk Maldeuten Am 1. Juli 1913 dann wurde das Gut Wilhelmshöhe aus dem Gutsbezirk Maldeuten aus- und in die Landgemeinde Linkenau im Amtsbezirk Hanswalde eingegliedert. Aber schon am 4. Oktober 1929 wurde Wilhelmshöhe von Linkenau in die Landgemeinde Seegertswalde umgegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Hanswalde
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Wilhelmshöhe die polnische Namensform „Górka“. Der Ort ist jetzt ein przysiółek osady Sople (= „Weiler der Siedlung Sople“) innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Der Name „Górka“ findet keine offizielle Verwendung mehr.
Religion Bis 1945 war Wilhelmshöhe in den Sprengel Segertswalde der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Groß Wilmsdorf-Seegertswalde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostprerußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 465–466 außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Kreisstadt Mohrungen.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Linkenau
Heute gehört Górka evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie katholischerseits zur Pfarrei Małdyty mit der Filialkirche St. Peter und Paul in Zajezierze im Bistum Elbląg.
Verkehr Górka ist über eine Nebenstraße erreichbar, die von der Woiwodschaftsstraße 519 (einstige deutsche Reichsstraße 126) abzweigt und bis nach Sople an der Woiwodschaftsstraße 613 führt.
Die nächste Bahnstation ist Małdyty an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo ().
Weblinks Gutshaus Wilhelmshöhe (Górka)
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1858 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Małdyty