Eduard Burchard (* 9. Juli 1929 in Fulda) war ein deutscher Generalarzt der Luftwaffe der Bundeswehr.

Leben Burchard, Sohn eines Steuerberaters, trat am 1. Januar 1945 in den Volkssturm der Wehrmacht ein, der er bis Mai 1945 angehörte. Anschließend beendete er seine Schulausbildung, studierte von 1948 bis 1954 Philosophie und Philologie an den Universitäten in Mainz und München und von 1954 bis 1960 Humanmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1960 erfolgte die Approbation zum Arzt und am 1. Juli 1960 die Promotion zum Doktor der Medizin. 1960 war er Medizinalassistent bei der Youngstown Hospital Association in Youngstown in den Vereinigten Staaten, machte das US-amerikanische Medizinexamen (Educational Council for Foreign Medical Graduates) und war 1961 Medizinalassistent am Stadtkrankenhaus Offenbach am Main.Bradley et al. 1998 a. a. O.Range 2013 a. a. O.

Am 10. Oktober 1962 trat Burchard als Stabsarzt in die Bundeswehr ein, durchlief die Einweisung für ungediente Sanitätsoffiziere an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München und war anschließend bis August 1964 Truppenarzt an der Flugzeugführerschule „A“ in Landsberg am Lech. Von September 1964 bis November 1965 absolvierte er die fliegerische Ausbildung zum Jet-Flugzeugführer in Landsberg am Lech und wurde erster Sanitätsoffizier mit einer Jet-Flugzeugführer-Ausbildung. Von Dezember 1965 bis 1970 war er Leiter der Übungsgruppe Flugphysiologie im Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck, wo er 1966 Oberstabsarzt wurde. Von Januar bis Juli 1967 besuchte er den Fortbildungslehrgang für Fliegerärzte an der School of Aviation Medicine auf der Brooks Air Force Base in San Antonio in Texas und war von 1970 bis 1971 Geschwaderarzt beim Jagdbombergeschwader 32 in Lechfeld, wo er 1970 Oberfeldarzt wurde. Von Februar 1973 bis Juli 1975 war er medizinischer Betreuer der Astronauten während der Skylab- und Apollo-Sojus-Missionen am Lyndon B. Johnson Space Center der NASA in Houston in Texas und dabei unter anderem Leiter der Astronauten-Bergung im Pazifik nach der Rückkehr aus dem All, von August 1975 bis 1977 Leiter der Lehrgruppe der Abteilung II für die Ausbildung von Fliegerärzten, Fliegerarztgehilfen und die Auswahl der deutschen Astronauten-Anwärter für Space-Shuttle-Flüge am Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe, wo er 1976 Oberstarzt wurde, von 1978 bis 1979 Divisionsarzt der 3. Luftwaffendivision in Kalkar, von 1979 bis 1980 Abteilungsleiter III (Experimentelle Flugphysiologie) am Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe und dabei Lehrbeauftragter für Luft- und Raumfahrtmedizin an der Technischen Universität München und von September 1980 bis September 1981 Leiter der Abteilung Fliegerärztliches Untersuchungswesen am Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe.

Im Oktober 1981 wurde Burchard Leiter des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe und zum Generalarzt ernannt. Am 26. September 1987 wurde er zudem Professor für Luft- und Raumfahrtmedizin. Mit Ablauf des September 1989 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Auszeichnungen 1989: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1989: Hubertus-Strughold-Preis für Raumfahrtmedizin

Siehe auch Liste der Generale der Luftwaffe der Bundeswehr

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Generalarzt (Luftwaffe der Bundeswehr) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Militärperson (Wehrmacht) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Mann