mini|Moria Casán (2023) Ana María Casanova, auch bekannt unter dem Künstlernamen Moria Casán, (* 16. August 1946 in Buenos Aires) ist eine argentinische Schauspielerin und ehemaliges Showgirl.
Werdegang Moria Casán wurde in eine Familie der Mittelschicht hineingeboren und stieg 1968 in die Welt des Varietés ein, wo sie schon bald zu einem Star wurde. Ihre Karriere umfasst Tätigkeiten als Tänzerin, Showgirl/Vedette, Model, Fernsehmoderatorin, Schauspielerin, Produzentin, Künstleragentin und Unternehmerin in Argentinien; sie gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Landes. Sie wirkte in verschiedenen Theaterstücken in der Calle Corrientes, in Mar del Plata und in Villa Carlos Paz mit. Ein herausragender Meilenstein in ihrer Theaterkarriere ist das Stück „Brujas“, das mit Unterbrechungen mehr als drei Jahrzehnte lang auf dem Spielplan stand. Außerdem spielte sie in zahlreichen Kinofilmen die Hauptrolle (viele davon an der Seite von Alberto Olmedo, Jorge Porcel und ihrer Kollegin Susana Giménez), trat in Werbespots auf und moderierte verschiedene Talkshows im Fernsehen. Die vielleicht provokanteste Fernsehsendung war „A la cama con Moria“: darin interviewte Moria Persönlichkeiten aus Politik, Showbusiness und Sport, die mit ihr in einem runden Bett lagen.
Moria ist eine beliebte Persönlichkeit in der argentinischen Unterhaltungsszene. Ihr auf Beleidigungen basierender Humor und ihr provokanter Witz, die durch ihre regelmäßigen Fehden mit anderen Medienpersönlichkeiten bekannt wurden, haben zahlreiche Redewendungen hervorgebracht, die mittlerweile zum nationalen Wortschatz gehören – die Presse hat ihr den Spitznamen „die Karate-Zunge“ gegeben.
Im Jahr 2013 schrieb der „Buenos Aires Herald“, dass „ihre außergewöhnliche Persönlichkeit sie sowohl aufgrund ihrer Bühnenauftritte als auch wegen ihrer gewagten und provokativen öffentlichen Äußerungen zu einer Pop-Ikone macht“. Moria gilt zudem als „die große schwule Ikone des Landes“ und als Vorzeigeperson der nationalen LGBT-Kultur; die Community betrachtet sie nämlich als „Ikone der Befreiung und der Grenzüberschreitung“.
Sie hat eine Tochter, Sofía Gala, eine mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin, die unter anderem die „Silberne Muschel“ beim Filmfestival von San Sebastián erhielt.
Filmografie 1973: Los caballeros de la cama redonda 1973: Los doctores las prefieren desnudas 1974: Clínica con música 1979: Expertos en pinchazos 1981: Las mujeres son cosa de guapos
Theater 1973: Escándalos (mit Víctor Laplace und Nélida Lobato) 1978: Gasalla y Corrientes 1991–2025: Brujas 2000: Moria y Carlos 2000 2009: Julio César 2025: Cuestión de género
Fernsehen 1981: No toca botón 1990–1991: A la cama con Moria 1993: Con pecado concebidas 1999: Buenos vecinos 2006–2011: Bailando por un sueño 2026: Moria (Netflix-Webserie)
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Einzelnachweise
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