Helmut Fritz (* 19. Oktober 1923; † 12. August 1977) war ein deutscher Fußballschiedsrichter.

Sportlicher Werdegang Fritz begann seine Schiedsrichterkarriere an Ostern 1948.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „1000 Spiele“ (26. September 1968, S. 9) Später war er zunächst Spielleiter in der Oberliga Südwest sowie der Oberliga Süd als höchsten Spielklassen, ehe er mit Einführung der Bundesliga 1963 zu den Schiedsrichtern der deutschlandweiten Eliteklasse zählte. Dabei war der in Ludwigshafen Ansässige einer der acht Hauptschiedsrichter, die am ersten Spieltag der Auftaktsaison 1963/64 zum Einsatz kamen. Letztlich verzeichnete er im Saisonverlauf zehn Einsätze als Hauptschiedsrichter, in der Folgesaison war er mit 13 Spielleitungen sogar der meisteingesetzte Bundesligareferee. Bis zum altersbedingten Ausscheiden am Ende der Spielzeit 1969/70 kam er nahezu regelmäßig zum Einsatz, oftmals verbuchte er dabei eine zweistellige Anzahl an Bundesligaspielen. Zudem war er zeitweise parallel in der zweitklassigen Regionalliga-Süd-Staffel als Spielleiter unterwegs. Im September 1968 pfiff er beim Erstligaspiel zwischen dem FC Bayern München und dem MSV Duisburg das 1000. Spiel seiner Schiedsrichterlaufbahn. Das 2:2-Unentschieden fand dabei nach langwierigen Regenfällen unter widrigen Umständen statt, die dennoch erfolgte Entscheidung zur Durchführung des Spiels durch Fritz wurde in der Presse auf sein Jubiläum zurückgeführt.Süddeutsche Zeitung: „Duisburg im Wasserball stärker als Bayern“ (23. September 1968, S. 28)

1964 rückte Fritz auch zu den internationalen Spielleitern auf, nachdem er zuvor bereits als Linienrichter am internationalen Spielbetrieb teilgenommen hatte. Am 28. Oktober des Jahres wurde ihm die Ehre zuteil, als deutscher Schiedsrichter beim Heimspiel der israelischen Nationalmannschaft gegen Jugoslawien im Bloomfield-Stadion zu debütieren. Bis zum Erreichen des UEFA-Höchsalters von 45 Jahren 1968 pfiff er sechs Länderspiele, darunter auch je ein Qualifikationsspiel für die WM-Endrunde 1966 und das Fußballturnier der Olympischen Sommerspiele 1968. Bei einem von ihm 1964 geleiteten internationalen Vereinsmatch zwischen dem FK Roter Stern Belgrad und AEK Athen bei einem Turnier in New York City kam es zu Ausschreitungen griechischer Schlachtenbummler nach einer Abseitsentscheidung, so dass er das Spiel beim Stand von 3:2 vorzeitig abbrach.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Bierflaschen und Feuersbrunst“ (21. Juli 1964, S. 7)

Im Wettbewerb um den DFB-Pokal 1968/69 übergab der DFB die Spielleitung des Finalspiels zwischen dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 am 14. Juni 1969 im Frankfurter Waldstadion an Fritz. Dabei holte der spätere Rekordpokalsieger durch einen 2:1-Erfolg den vierten Pokaltitel der Vereinsgeschichte.

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Einzelnachweise

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