mini|Die Kirche St-Philbert mini|Blick aus dem gotischen südlichen Seitenschiff zur Vierung mini|Die romanische Krypta Die römisch-katholische Kirche St-Philbert ist eine Pfarrkirche in der Gemeinde Noirmoutier-en-l’Île im französischen Département Vendée. Die Krypta der dem heiligen Philibert von Noirmoutier geweihten Kirche wurde bereits im Jahr 1898 als Monument historique klassifiziert.
Geschichte Der heutige, im Lauf der Jahrhunderte durch die exponierte Lage auf der Insel Noirmoutier mehrfach zerstörte und wiederaufgebaute Pfarrkirche steht an der Stelle eines um das Jahr 675 durch den heiligen Philibert gegründeten Klosters. Nach dem Tod Philiberts entwickelte sich sein Grab zur Verehrungsstätte. Die Klosterkirche, die 732 von den Sarazenen niedergebrannt und 804 wiederaufgebaut worden war, wurde in den Jahren 825, 830 und 834 erneut von Wikingern geplündert. Im Jahr 836 gaben die Mönche schließlich das Kloster auf und flohen, wobei sie den Leichnam des Heiligen mitnahmen. Die Reliquien des heiligen Philibert gelangten schließlich nach Tournus.
Nach dem Jahr 1000 kehrten einige Mönche aus Tournus zurück und errichten auf den alten Klosterruinen ein neues Benediktinerpriorat und bauten die Kirche mit Unterstützung der Herren von La Garnache, des Lehnsherren der Insel, wieder auf. Ende des 11. Jahrhunderts wurde der Bau vollendet. Die neue Kirche war größer als ihr Vorgängerbau und erhob sich auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Die heute noch erhaltene Krypta entstand an der Stelle, an der sich ursprünglich das Grab des heiligen Philbert befunden hatte. Auch der Chorraum geht auf diese Bauphase der Kirche zurück.
Im Jahr 1390 wurde die Kirche um das breite Südschiff erweitert, um den Verlust der benachbarten Kirche Saint-Michel auszugleichen, die von den Engländern zerstört worden war. 1666 vergrößerte der damalige Pfarrer den Kirchraum weiter durch den Bau des Nordschiffs. Nach einem Einfall der Niederländer und erneuten Zerstörungen wurden die Kirche 1674 restauriert, wodurch die Kirche ihr heutiges Erscheinungsbild als Pseudobasilika mit Schleppdächern erhielt. Der markante neoromanische Glockenturm, dessen Gestaltung an jenen der Abteikirche von Tournus angelehnt ist, wurde 1875 errichtet. Er ersetzte den alten Turm, der 1843 durch einen Blitzschlag zerstört worden war. Ein Reliquienschrein bewahrt einige Reliquien des heiligen Philibert auf, die von der Pfarrei Tournus in den Jahren 1882 und 1900 gestiftet wurden. Er befindet sich heute auf dem Altar des Rosenkranzretabels.saint-philbert-en-noirmoutier.frile-noirmoutier.com
Ausstattung Fünf Ausstattungsstücke der Kirche sind als Einzelobjekte als Monuments Historique eingestuft. Die denkmalgeschützten Objekte umfassen ein Gemälde entstanden im Jahr 1852, den wunderbaren Fischzug Jesu Christi darstellend, das Taufbecken aus behauenem weißen Marmor von 1840, vier Skulpturenfragmente datiert in das 12. und 13. Jahrhundert, sechs weitere Skulpturenfragmente aus der gleichen Zeit und einen hölzernen Schrank in der Sakristei aus dem Jahr 1722.
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Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Département Vendée Philbert Kategorie:Monument historique (Kirche) Kategorie:Monument historique seit 1898 Kategorie:Philibertkirche Kategorie:Kirchengebäude des Bistums Luçon Kategorie:Ehemalige Benediktinerkirche Kategorie:Krypta Kategorie:Pseudobasilika in Frankreich Kategorie:Bauwerk der Romanik in Pays de la Loire Kategorie:Romanische Kirche Kategorie:Erbaut im 11. Jahrhundert Kategorie:Kirchengebäude in Europa