mini|Ehemaliger Friedhof Werden I Der ehemalige katholische Friedhof Werden I im heutigen Essener Stadtteil Werden, heute inoffiziell auch Dückerpark genannt, wurde im Jahr 1824 angelegt und 1876 aufgegeben. Die ehemalige Begräbnisstätte steht seit 1994 unter DenkmalschutzAuszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen (PDF; 576 kB); abgerufen am 18. September 2026 und bildet heute einen parkähnlichen, innerstädtischen Erholungsort.

Geschichte Der ehemalige Friedhof liegt östlich der St.-Lucius-Kirche an der Dückerstraße nahe dem Werdener Zentrum. Ein Begräbnisplatz an dieser Stelle wird bereits in einer Urkunde aus dem Jahr 1103 erwähnt.Gedenktafel vor Ort Der Friedhof in heutiger Form wurde im Jahr 1824 angelegt. Zuvor reichte der durch den Ausbau der Brückstraße verkleinerte Kirchhof der St.-Lucius-Kirche nicht mehr aus und wurde aufgegeben. Zu dieser Zeit bildete Werden noch eine eigenständige Bürgermeisterei. 1929 wurde Werden zur Stadt Essen eingemeindet. Durch stetig steigende Einwohnerzahlen durch einwandernde Arbeitskräfte für die aufstrebenden Industrien im Ruhrtal im 19. Jahrhundert wurde auch dieser Friedhof zu klein und 1876 geschlossen. Wenige Erbbegräbnisse fanden jedoch noch bis in die 1930er Jahre statt. Seit 1876 finden Bestattungen auf dem Friedhof Werden II statt.

Hier sind einige Werdener Stadtpersönlichkeiten beigesetzt worden. Je ein Ehrengrab der Stadt Essen besteht für den Architekten und Bauhistoriker Wilhelm Effmann (1847–1917) und den Tuchfabrikanten Matthias Wiese (1788–1838).Ehrengräber der Stadt Essen. In: Historisches Portal Essen, abgerufen am 18. September 2026 Zudem befinden sich hier Gräber des Tuchfabrikanten Johannes Forstmann (1765–1836), von Wilhelm Mintrop genannt Schulte Barkhoven (1811–1858), von Teilen der Essener Verlegerfamilie Baedeker sowie von Angehörigen des Bildhauers Wilhelm Albermann.

An ihrem südlichen Ende stehen hier die Statuen von Otto von Bismarck, Helmuth von Moltke und Kaiser Wilhelm I., geschaffen vom Werdener Bildhauer Wilhelm Albermann aus Ruhrsandstein. Diese schmückten zwischen 1884 und 1932 die ehemalige Königsbrücke, die Vorgängerin der heutigen Gustav-Heinemann-Brücke in Werden und wurden am 10. Juli 1986 als bewegliches Denkmal in die Denkmalliste der Stadt Essen aufgenommen.Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen (PDF; 423 kB); abgerufen am 18. September 2026

Ab 1994 wurde aus dem ehemaligen Friedhofsareal eine öffentliche Parkanlage mit altem Baumbestand gestaltet, in der wenige alte Grabsteine erhalten sind. Am 13. Oktober 1994 wurde der einstige Friedhof Werden I in die Denkmalliste der Stadt Essen eingetragen.

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Einzelnachweise

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