mini|St. Rochus Kirche Dittelbrunn mini|hochkant|Der erhaltene Turm der alten Kirche Die Alte Kirche (St. Rochus) war von 1850 bis 1968 die Kuratiekirche der römisch-katholischen Pfarrgemeinde Dittelbrunn im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Nachdem im Jahr 1968 die neue St.-Rochus-Kirche in Dittelbrunn geweiht wurde, verlor die alte Kirche ihren Nutzen und wurde im Jahr 1973 bis auf den Turm abgerissen.

Geschichte Am Rochustag 1690 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 1. April 1692 wurde sie geweiht. Über dieses Kirchlein ist nicht viel bekannt, denn schon 1835 musste es wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Das Langhaus wurde bis auf den Turm abgerissen und erst 1851 konnte das im neugotischen Stil errichtete Langhaus eingeweiht werden. Da nach dem Zweiten Weltkrieg viele Heimatvertriebene nach Dittelbrunn kamen, wuchs das Dorf und die kleine Kirche konnte nicht mehr alle Gläubigen fassen. Deshalb wurde 1968 die neue, größere Kirche eingeweiht und im Jahre 1973 wurde das neugotische Langhaus abgerissen. Nur der Turm blieb bestehen und steht heute auf dem Gelände des Dittelbrunner Kindergartens.

Ausstattung mini|Ausstattung vor 1935 Der neugotische Hochaltar und die beiden Seitenaltäre wurden vom Dittelbrunner Schreiner Berninger geschaffen. Der linke Seitenaltar bestand aus einer Madonna mit dem Jesuskind, der rechte Seitenaltar aus der Figur des heiligen Rochus. Beide Figuren stehen heute in der neuen Kirche. In den Rundbogennischen des Korpus der Kanzel befanden sich Figuren der vier Evangelisten. Diese befinden sich ebenfalls heute in der neuen Kirche. Die gesamte Kirche war bis zu einer Renovierung im Jahre 1935 im neugotischen Stile ausgemalt. Nach der Renovierung fand man die Kirche im noch schlichteren Gewand vor. Das im Jahre 1900 geschaffene und beim Abbruch der alten Kirche verloren gegangene Deckengemälde zeigte eine ungewöhnliche Darstellung des Gnadenstuhls, bei der sich der Heilige Geist, dargestellt im Symbol der Taube, unterhalb der Füße des Gekreuzigten befand. 1913 wurde eine neue Orgel angeschafft. Der Taufstein, der wahrscheinlich noch aus der ersten Kirche stammt, wurde in die neue Kirche übernommen und steht nun in der Werktagskapelle.

Geläut mini|Neue und Alte St. Rochus Kirche Die drei Glocken der Kirche wurden in den beiden Weltkriegen für Rüstungszwecke eingeschmolzen. 1950 wurden neue Glocken angeschafft. 1968 bekam die neue Kirche auch einen Glockenturm, jedoch blieben die Glocken der alten Kirche erhalten und erklingen an besonderen Festtagen zusammen mit dem Geläut der neuen Kirche.

Literatur Hofmann: 100 Jahre Dittelbrunn: [1282 - 1982], Bad Kissingen 1982 Pfarrei Sankt Rochus, Dittelbrunn (Hrsg.): Festschrift zur Weihe der Kirche St. Rochus in Dittelbrunn: am 28. September 1968, Dittelbrunn 1968

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