Die Frauenmauer ist ein hoher Berg in der Hochschwabgruppe im österreichischen Bundesland Steiermark. Sie ist vor allem bekannt für die Frauenmauerhöhle.

Lage und Umgebung Die Frauenmauer befindet sich im Südwesten der Hochschwabgruppe, sie erhebt sich mit ungefähr dreieckigem Grundriss aus dem Südrand jenes Plateaus, das den Hauptzug der Gebirgsgruppe bildet. An der Südwestseite fällt die Frauenmauer steil in die GsollAlle Flurnamen, Höhenangaben etc. gemäß amtlicher Karte via GIS-Steiermark (ein Seitengraben des Präbichls) ab, hier entspringt der Gsollbach, der nach Nordwesten zur Salza entwässert. Im Südosten ist der Berg ebenso steil, hier liegen der Griesboden und die Neuwaldalm in einem Seitengraben der Jassing. Das Wasser von dieser Bergseite kann den Graben oberirdisch nicht verlassen, einige Kilometer weiter haben Bergstürze den Grünen See und weitere Gewässer aufgestaut. Letzten Endes entwässert die Laming diesen Bereich zur Mürz. Die Frauenmauer ist also Teil der Wasserscheide zwischen Salza (→ Enns → Donau) und Mürz (→ Mur → Drau → Donau). Auch die Grenze zwischen den Bezirken Leoben und Bruck-Mürzzuschlag verläuft über die Frauenmauer. Unter dem Südspitz der Frauenmauer vermittelt der Neuwaldeggsattel den Übergang zur Griesmauer. Die einzige relativ sanfte Bergseite ist die nördliche, dort bildet der Bärenlochsattel die Grenze der Frauenmauer zum Langstein und dem unbedeutenden Bärenkarlkogel.

Der weitgehend mit Latschenkiefern bedeckte Gipfel der Frauenmauer ist relativ eben und hat zwei kleine Gipfelkreuze, eines an der Westseite, eines an der Ostseite des Plateaus.

Frauenmauerhöhle

Die Bekanntheit der Frauenmauer beruht vor allem auf der Frauenmauerhöhle. Diese ist eine Durchgangshöhle mit Portalen an den südwest- bzw. südostseitigen Steilwänden des Berges. Ein über 600 Meter langer Gang erlaubt die Durchquerung der Frauenmauer, er diente in der Vergangenheit mitunter auch als Verkehrsweg zwischen Eisenerz und Tragöß. Tatsächlich ist der genannte Gang aber nur Teil des riesigen, noch nicht vollständig erforschten Frauenmauer-Langstein-Höhlensystems,Georg Pacher, Günther Illek: Frauenmauer-Langstein-Höhlensystem (Hochschwab): Ergebnisse der Forschungen von 2008 bis 2012. In: Die Höhle – Zeitschrift für Karst- und Höhlenkunde. Band 64, 2013, S. 119 f. das mit aktuell (Stand 2019) etwa 46,5 Kilometern an Gängen zu den längsten Höhlen Österreichs gehört.

Wege Entsprechend der beschriebenen geographischen Verhältnisse kann die Frauenmauer sowohl aus der Gsoll (dort die während der Weidesaison bewirtschaftete Gsollalm) als auch aus der Jassing erreicht werden. Von beiden Seiten führen Wege zum Bärenkarlsattel bzw. zum Neuwaldeggsattel, wobei der Weg aus der Gsoll zum Bärenkarlsattel sehr steil und im obersten Abschnitt kurz mit Eisentreppen und Stahlseilen versichert ist. Auf den Gipfel der Frauenmauer führt kein markierter Weg, die einzige Aufstiegsmöglichkeit ist ein steiler Pfad, der vom Bärenkarlsattel die Nordseite des Berges hinauf führt. Ein Steig führt vom Neuwaldeggsattel unter der südöstlichen Steilwand der Frauenbauer zum Bärenkarlsattel. Als „indirekter“ Zustieg kann der Sessellift auf den Polster dienen, ein markierter Weg führt vom Polster westlich unter der Griesmauer vorbei zum Neuwaldeggsattel.

Weblinks

Frauenmauer und Umgebung in der Verwaltungsgrundkarte via basemap.at (Permalink)

Einzelnachweise

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