Walter Burger (* 1911 in Zürich; † 30. August 1973) war ein Schweizer Architekt und Denkmalpfleger.
Leben Nach einer Bauzeichnerlehre und dem Studium am Technikum Winterthur war Burger zunächst im Architekturbüro des Stadtbaumeisters und Professors an der ETH Zürich Albert Heinrich Steiner tätig. Burger arbeitete von 1955 bis 1965 als freier Architekt und lebte lange Jahre in Frauenfeld. Während dieser Tätigkeit war er mit der Renovation der Schlösser Hüttlingen, Arenenberg und Frauenfeld befasst.
1965 wurde er zum Leiter des Büros für Altstadtsanierung und Denkmalpflege nach Zürich berufen. Unter seiner Leitung kam es zu einer sorgfältigen Anwendung der Altstadtverordnung. Vor allem machte er sich einen Namen durch seine Arbeiten zur Inventarisierung der Bauten des neunzehnten Jahrhunderts unter dem Gesichtspunkt ihrer Schutzwürdigkeit. Beispiele für Burgers Wirken sind der Vorderberg in Fluntern, der Rosenhof in der Zürcher Altstadt, die Bärengasshäuser und das Städelihaus in Altstetten, das das Ortsmuseum beherbergt. Auch publizistisch trat er als Bearbeiter von Heimatschutzproblemen hervor.
Tätig war Burger sowohl in der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege als auch in der kantonalen Kommission für Natur- und Heimatschutz und im Rahmen der Zürcherischen Vereinigung für Heimatschutz. Er gehörte auch dem Vorstand des Historischen Vereins Winterthur an.
1929 gehörte Burger zu den Gründern der Modellfluggruppe Zürich und 1932 zu den Initianten der Segelfluggruppe Zürich.
Weblinks Zum Tod von Walter Burger NZZ Nr. 406, 3. September 1973, S. 25 Trauerfeier für Walter Burger Neue Zürcher Zeitung, Nr. 411, 5. September 1973 (Ausgabe 02), S. 17
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