mini|Grabplatte zu Johann Siebenhirter im Stift Millstatt Johann Siebenhirter (* um 1420; † 10. Oktober 1508) war ein aus einer alten Wiener Familie stammender Hofbeamter und Hochmeister des St.-Georgs-Ritter-Ordens.

Leben Johann Siebenhirter war bis zur Krönung Friedrichs III. zum Kaiser dessen Küchenmeister und wurde zum Hauptmann von Forchtenstein und Eisenstadt ernannt. Unter ihm wurde der Dom St. Martin in Eisenstadt großzügig ausgebaut.

1469 reiste er mit Friedrich III. zu Verhandlungen über die Erhebung Wiens und Wiener Neustadts zu Bischofssitzen nach Rom, wo gleichzeitig der St.-Georgs-Orden gegründet und er als dessen 1. Hochmeister installiert wurde.

Der Orden hatte seinen Sitz zunächst in Millstatt, dann auch in Wiener Neustadt. Er war bis zu seinem Tode 1508 Hochmeister des Ordens. Er hinterließ zahlreiche Kunstgegenstände und Bauten. Besonders hervorzuheben ist seine Grabplatte im Stift Millstatt.

Literatur

Gertrud Buttlar-Gerhartl: Wiener Neustadt. Geschichte, Kunst, Kultur, Wissenschaft. Verlag W. Braumüller, Wien 1993, ISBN 3-7003-1032-3. W. F. Winkelbauer: Der St. Georgsritterorden Kaiser Friedrichs III. Diss. Phil. Fakultät Univ. Wien 1949.

Weblinks

Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Person (Wiener Neustadt) Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1508 Kategorie:Mann