Böses Blut ist der Titel der 141. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Auf der Geburtstagsfeier der Kinderärztin Dr. Stephanie Bernsdorf kommt es zu einem Streitgespräch zwischen ihrem Lebensgefährten Dr. Christian Maler und Andreas Steiner, dessen Unternehmen plasma pharm Blutplasma herstellt. Ein weiterer Konflikt ergibt sich aus Malers Verhältnis zu Margit Rebelein, die ihrerseits verheiratet ist.

In der darauffolgenden Nacht verursacht Stephanie Bernsdorf einen Autounfall. Auf dem Beifahrersitz befindet sich der schwer verletzte Christian Maler. Die Spuren am Unfallort lassen darauf schließen, dass Maler bereits unmittelbar vor dem Unfall schwere Verletzungen erlitten hatte. Daraufhin gerät Bernsdorf wegen des Verdachts der Körperverletzung ins Visier der Kriminalpolizei. Sie wendet sich ratsuchend an Rechtsanwalt Dr. Franck.

Maler verstirbt im Krankenhaus während einer Operation, die von seinen Kollegen Prof. Dr. Hubert Lausnitz und Margit Rebelein durchgeführt wird. Stephanie Bernsdorf wird daraufhin unter Mordverdacht festgenommen. Als mögliches Motiv wird Eifersucht wegen der Beziehung ihres Lebensgefährten zu Margit Rebelein angenommen. Bernsdorf weist jedoch auf das vorausgegangene Streitgespräch zwischen Maler und Andreas Steiner hin. Dr. Franck beauftragt daraufhin den Privatdetektiv Josef Matula, den Hinweisen nachzugehen. Dieser nimmt sowohl Steiner als auch Margit Rebelein und deren Ehemann Thomas näher in Augenschein. Zunächst ergeben sich aus den Ermittlungen jedoch keine Hinweise, die Bernsdorf entlasten könnten.

Bei der Untersuchung von Malers Wohnung stellt Matula fest, dass diese kürzlich durchwühlt worden ist und wird von einem Eindringling niedergeschlagen. In der Wohnung entdeckt er im Gegensatz zu diesem unter einer Tischplatte versteckte Anästhesieberichte über zwei Eingriffe an Kleinkindern. In den Unterlagen sind die für die Operationen verwendeten Blutkonserven dokumentiert. Stephanie Bernsdorf interpretiert, dass es in beiden Fällen zu einem septischen Schock gekommen sei, der schließlich zum Tod infolge einer Infektion geführt habe.

Mit dem Verdacht konfrontiert, bestreitet Andreas Steiner einen Zusammenhang mit möglicherweise fehlerhaften Blutkonserven aus seinem Unternehmen. Matula beobachtet Steiner anschließend bei einem Treffen mit Prof. Dr. Hubert Lausnitz. Zwischen den beiden kommt es zu einem heftigen Wortgefecht, dessen Inhalt Matula jedoch akustisch nicht verstehen kann. Gemeinsam mit Dr. Franck stellt er anschließend fest, dass Steiner Lausnitz zuvor eine wertvolle Madonnenfigur geschenkt hatte. Zudem fällt auf, dass sich der Umsatz von Steiners Unternehmen seit Beginn der Zusammenarbeit mit Lausnitz verdreifacht hat.

Von Steiners Sekretärin Jessica Sommer erfährt Matula, dass die Qualität der ausgelieferten Blutproben regelmäßig durch Stichproben kontrolliert wird. Insbesondere bei seltenen Blutgruppen werden die Proben jedoch teilweise erheblich verdünnt. Als Matula ihr eröffnet, dass diese Praxis möglicherweise für mehrere Todesfälle verantwortlich sein könnte, erklärt sie sich bereit, die Ermittlungen zu unterstützen. Der Verdacht bestätigt sich schließlich.

Steiner wird von Matula und Dr. Franck bewusstlos in seinem Wagen aufgefunden und vor dem Tod durch Sauerstoffmangel bewahrt. Es entsteht zunächst der Eindruck, er habe versucht, sich das Leben zu nehmen. Wie sich herausstellt, wurde die Situation jedoch von Lausnitz inszeniert. Matula und Dr. Franck konfrontieren ihn daraufhin mit ihrem Verdacht. Lausnitz räumt schließlich ein, für die beiden Mordversuche, von denen zumindest der an Maler letztlich aus seiner Sicht erfolgreich verlaufen war, verantwortlich zu sein. Er habe verhindern wollen, dass seine Bestechlichkeit und die von Steiner gewährten Zuwendungen bekannt würden. Maler hatte von den Vorgängen erfahren und Lausnitz mit seinem Wissen erpresst.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend.

Als angebliches Wohnhaus des Ehepaares Lausnitz diente das Landhaus Rheinblick in Eltville am Rhein. Die geheimen Treffen zwischen Prof. Dr. Hubert Lausnitz und Andreas Steiner wurden im südlichen Bereich des Bahnhofs Wiesbaden Ost in Höhe der Albertstraße in Mainz-Amöneburg gedreht.

Die Schlussszenen wurden vor dem damaligen Abschiebegefängnis in Offenbach am Main inszeniert.Abschiebeknast schließt In: op-online.de. 12. November 2010, abgerufen am 16. September 2026.

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Einzelnachweise

Boses Blut