Joulia Strauss ( / Joulia Straussowa; * 1974 in LeningradJoulia Strauss. Vita. Offizielle Internetpräsenz Berliner Festspiele. Abgerufen am 16. April 2022) ist eine Bildhauerin, Medien- und Performancekünstlerin. Sie vereint Kunst, Wissenschaft, Technologie und Politik.
Biografie Joulia Strauss wurde in der Sowjetunion im Volk der Mari, einer der letzten indigenen Kulturen Europas mit einer schamanistischen Tradition, geboren. Strauss studierte in den Jahren 1993 bis 1995 an der Neuen Akademie der Schönen Künste in St. Petersburg bei Timur Novikow und schloss mit Diplom ab. An der Universität der Künste Berlin (1995–2000) trat sie in die Meisterklasse von Georg Baselitz ein und wurde mit dem Präsidentenpreis ausgezeichnet.
Als Studentin hat sie maßgeblich zu der künstlerischen Richtung des Neoakademismus beigetragen. In den Jahren von 2000 bis 2005 organisierte sie art science, einen privaten Ort zur Förderung der Zusammenkunft von Kunst und Wissenschaft (zahlreiche Vorträge und Ausstellungen, mit Alexander Wahrlich). Gleichzeitig war Strauss Dozentin an der German Film School bei Berlin und bis 2007 auch – gemeinsam mit Manuel Bonik – auf Reboot.fm und Twen.fm tätig. Von 2004 bis 2009: Atelierfest/Werkstattparty wechselnde Ausstellungen mit jungen, in Berlin tätigen Künstlern im Atelier, mit Martina Schumacher. Von 2009 bis 2013 veranstaltete sie zusammen mit Alexander Wahrlich und Sotirios Bahtsetzis „Spree-Athen“, Abende der Zusammenkunft von Protagonisten aus der Kunst, Philosophie, Medientheorie in Berlin und Athen. Im Jahr 2015 gründete sie „Avtonomi Akadimia“, eine selbstorganisierte autonome Akademie, die im öffentlichen Garten „Akadimia Platonos“ in Athen, wo Platon vor fast zweieinhalb Jahrtausenden gelehrt hat, stattfindet. Sie ist Herausgeberin des aktivistischen Magazins Krytyka Polityczna in Athen. In Zusammenarbeit mit Peter Weibel und Friedrich Kittler hat Joulia Strauss 2017 das Buch Götter und Schriften rund ums Mittelmeer im Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, herausgegeben.Götter und Schriften rund ums Mittelmeer. Abgerufen am 16. April 2022.
Joulia Strauss lebt und arbeitet in Berlin arte.tv 2008 und Athen.
Einzelausstellungen (Auswahl)
1997: Twelve Caesars of the Techno-Empire, E-Werk, Berlin 2000: Virtual Kingdom of Beauty, Pergamonmuseum, BerlinJoulia Strauss: „Virtual Kingdom of Beauty“. Trojaneum des Pergamonmuseums, Berlin, Februar bis März 2000. Dazu Simone Kaempf: Animierte Skulpturen. In: „Spiegel Online“ vom 24. Februar 2000. 2003: Medienspiritismus. VideoKabinet, Guelman Gallery, Moskau 2010: Welcome to the Mediterranean Basin, Athen 2011: Modulating Politics, Kunsthalle Palazzo, Schweiz
Teilnahme an Gruppenausstellungen (Auswahl) 1997: Kabinet – kunstenaarstijdschrift uit St. Petersburg, Stedelijk Museum, Amsterdam., Stedelijk Museum, Amsterdam, vom 7. Februar bis 6. April 1997. Katalog von Geurt Imanse: Kabinet. SMA cahiers, Amsterdam 1997, ISBN 90-5006-119-2. 1998: Rene Magritte and Contemporary Art, Provinciaal Museum voor Moderne Kunst, Oostende.Rene Magritte and Contemporary Art, Provinciaal Museum voor Moderne Kunst, Oostende, vom 3. April bis 28. Juni 1998. Katalog von Willy van den Bussche: René Magritte en de hedendaagse kunst. Stichting Kunstboek, Brugge 1998, ISBN 90-74377-74-2. 2002: Die Griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit? Martin-Gropius-Bau, Berlin.Die Griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit? Martin-Gropius-Bau, Berlin, vom 1. März bis 2. Juni 2002. Katalog: F. Zimmer (Hrsg.): Die griechische Klassik – Idee oder Wirklichkeit. von Zabern, Mainz am Rhein 2002, ISBN 3-8053-2854-0. 2003: Berlin-Moskau, Moskau-Berlin, Martin-Gropius-Bau, Berlin., Martin-Gropius-Bau, Berlin, vom 25. September 2003 bis 5. Januar 2004. Katalog herausgegeben von Irina Antonova, erschienen bei Prestel, München 2005, ISBN 3-7913-1488-2. 2005: Urbane Realitäten: Fokus Istanbul, Martin-Gropius-Bau, Berlin., Martin-Gropius-Bau, Berlin, vom 9. Juli bis 3. Oktober 2005. Katalog herausgegeben von Nike Bätzner, erschienen bei Künstlerhaus Bethanien, Berlin 2005, ISBN 3-932754-57-3. 2006: Next Level, Kunstverein Wolfsburg.Next Level – Die Lust am Spiel in der Netzwerkgesellschaft, Kunstverein Wolfsburg, vom 25. November 2006 bis 18. Februar 2007. Katalog mit 32 Seiten erschienen beim Kunstverein Wolfsburg, herausgegeben von Justin Hoffmann 2007. 2007: Saloon, Parallelprogramm zur 2. Moskau BiennaleSaloon, Parallelprogramm zur 2. Moskau Biennale, vom 3. März bis 9. März 2007. (Abgerufen am 12. November 2009.) 2009: Notation. Kalkül in den Künsten, ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe 2009: Heaven, Athens Biennale 2 2010: Aporien der Liebe, BQ Galerie, Berlin 2013: global aCtIVISm, ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe 2017: documenta14, Athen, Kassel 2020: Down to Earth, Martin-Gropius-Bau, Berlin 2021: The Sun Machine is Coming Down, ICC Berlin
Performances und Vorträge (Auswahl) 1998: „Academism Today“, Oostende Museum of Modern Art und Art Kiosk Gallery, Brüssel; „International Symposium on Electronic Arts“, Liverpool; „Digital Evening“, „Ceterum Censeo“, Marstall, Berlin 2001: „Tirana Biennial 1“, National Gallery, Tirana; „Between Earth and Heaven“, Oostende Museum of Modern Art; 2003: „Live“, Forum Stadtpark, Graz
Sonstige Projekte 2003: Man-Machine, Symposium in dem Museum der Träume Freuds, Sankt Petersburg, mit Peter Berz, Friedrich Kittler, Philipp von Hilgers und anderen. Russisch-Deutsches Buch-Kunstwerk „Man-Machine“, Philo Fime Arts, Skythien
Weblinks
Website von Joulia Strauss
Biographische Angaben bei Kunstradio – Radiokunst
Einzelnachweise
Kategorie:Installationskünstler (Deutschland) Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Frau