Das Luftwaffenausbildungsbataillon 2 (LwAusbBtl 2) in Fürstenfeldbruck soll als geplante Ausbildungseinrichtung der deutschen Luftwaffe Teil der Bundeswehr und zum 1. Oktober 2026 aufgestellt werden. Es soll die Ausbildungskapazitäten des bisherigen Luftwaffenausbildungsbataillons, welches in Luftwaffenausbildungsbataillon 1 umbenannt werden soll, ergänzen.
Auftrag Das Luftwaffenausbildungsbataillon 2 hat das Auftrag, die Allgemeine Grundausbildung der Luftwaffe durchzuführen und den Rekruten die individuellen soldatischen Grundfertigkeiten zu vermitteln. Der Fokus liegt auf der Ausbildung Heimatschutz Streitkräfte (Sdt HSch SK). Dies beinhaltet neben einer infanteristischen Ausbildung die Waffen- und Schießausbildung und den Objektschutz im Sinne der Landes- und Bündnisverteidigung.
Nach der Grundausbildung wird ein Großteil der ausgebildeten Rekruten an andere Standorte der Luftwaffe versetzt. Freiwillig Wehrdienstleistende mit Verpflichtungszeiten von sechs bis zwölft Monaten werden für die Reserve und den Heimatschutz gewonnen.
Geschichte Vorgeschichte (1956–2013) In den Jahren 1956 und 1957 wurden die Luftwaffenausbildungsregimenter 1 bis 4 aufgestellt, das Luftwaffenausbildungsregiment 5 folgte nach einer Umgliederung aus dem Flugabwehrraketenausbildungsregiment. Die Luftwaffenausbildungsregimenter 4 und 5 wurden 1987 aufgelöst, die Luftwaffenausbildungsregimenter 1 bis 3 im Jahre 2006 auf ein Luftwaffenausbildungsregiment reduziert.
Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr und der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahre 2011 wurde das Luftwaffenausbildungsbataillon das einzig verbliebene von ehemals fünf Bataillonen des Luftwaffenausbildungsregiments. Das Luftwaffenausbildungsbataillon war an den Standorten Germersheim und Roth stationiert. Nach ursprünglichen Plänen sollte nach dem Umzug der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw) von Fürstenfeldbruck nach Roth das Luftwaffenausbildungsbataillon in Gänze nach Germersheim verlegen und der Standort Fürstenfeldbruck aufgegeben werden.
Mit der sich veränderten Sicherheitslage in Europa mit dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine im Februar 2022 und der Einführung des Neuen Wehrdienstes wurden die Pläne geändert und Fürstenfeldbruck als Standort für das neue Luftwaffenausbildungsbataillon 2 ausgewählt.
Aufstellung (ab 2026) Der Bataillonsstab sowie eine der initial drei Kompanien mit 240 Dienstposten, davon rund 100 Rekruten, sollen am 1. Oktober 2026 ihren Dienst am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck antreten. Zur Aufstellung werden Rekruten in einem Teil des sogenannten Kilometerbaus, der zuvor renoviert wurde, untergebracht. Am 2. November 2026 wird eine weitere Kompanie in Untermeitingen (Lagerlechfeld) aufgestellt. Die feierliche Indienststellung des Luftwaffenausbildungsbataillons 2 sowie das erste Feierliche Gelöbnis findet am 11. November 2026 vor der Klosterkirche in Fürstenfeldbruck statt.
Bis 2030 sollen dem Bataillon sieben Ausbildungskompanien mit jeweils 144 Rekruten und 50 Stammdienstposten unterstellt werden. Die zwei Kompanien des bisherigen Luftwaffenausbildungsbataillons, die in Roth stationiert sind, werden umgegliedert und dem Luftwaffenausbildungsbataillon 2 unterstellt. Zudem soll eine weitere unterstellte Kompanie in Lagerlechfeld entstehen.
Standorte +LiegenschaftOrtTeileinheitenBemerkungFliegerhorst FürstenfeldbruckFürstenfeldbruckStab, 3 KompanienFliegerhorst LechfeldUntermeitingen2 KompanienOtto-Lilienthal-KaserneRoth2 KompanienUmgliederung der 7. und 8./LwAusbBtl
Kommandeure +NameDienstgradBeginnEndeAndré TiburcioOberstleutnant1. Oktober 2026
Weblinks Offizielle Website des Luftwaffenausbildungsbataillons
Einzelnachweise
Kategorie:Ausbildungseinrichtung in der Luftwaffe (Bundeswehr) Kategorie:Organisation (Fürstenfeldbruck) Kategorie:Bataillon (Bundeswehr) Kategorie:Gegründet 2026