Die Burford war ein 68-Kanonen-Linienschiff der gleichnamigen Klasse der britischen Marine, das von 1757 bis 1784 in Dienst stand.

Geschichte Bau Die im britischen Klassifizierungssystem zum 3. Rang gehörende spätere Burford wurde am 15. Januar 1754 bestellt und unter Bauaufsicht des Master Shipwright Adam Hayes auf der Marinewerft in Chatham am 30. Oktober 1754 auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 5. Mai 1757 und die Fertigstellung, unter Bauaufsicht des Master Shipwright John Lock, am 15. Juni 1757. Die reinen Baukosten mit Ausrüstung betrugen 38.118 Pfund und 8 Schilling (siehe Pfund Sterling).

Einsatzgeschichte mini|links|Eroberung der Insel Belle-Île (1761) Die Burford wurde bereits am 4. April 1757, also noch vor ihrem Stapellauf, unter dem Kommando von Captain Sir James Young offiziell in Dienst gestellt. Sie nahm anschließend am Siebenjährigen Krieg teil, zunächst 1757 als Teil der Flotte von Admiral Sir Edward Hawke. Ab Februar 1758 unter dem Kommando von Captain James Gambier stehend, war das Schiff an der Einnahme der französischen Festung Louisbourg beteiligt und von November 1758 bis November 1759 in der Karibik im Einsatz. Das ab dem 13. November 1759 wieder zur Flotte von Admiral Edward Hawke in europäischen Gewässern gehörde Schiff, war an anschließend an Aktionen wie der Seeschlacht in der Bucht von Quiberon (20. November 1759) und der Eroberung der Insel Belle-Île (1761) beteiligt.

Nach dem Ende des Krieges wurde die Burford von Mai 1763 bis 1770 in Plymouth als Wachschiff eingesetzt, wobei sie 1764 und 1768 je eine Fahrt als Truppentransporter in die Karibik unternahm. Im März 1770 wurde sie außer Dienst gestellt, wobei seit November 1769 und bis Februar 1772 in der Marinewerft von Plymouth eine umfangreiche Instandsetzung durchgeführt wurde, wofür Kosten von 11.317 Pfund, 6 Schilling und 2 Pence anfielen.

Die aufgelegte Burford wurde zu Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges reaktiviert und am 31. Oktober 1776 unter Captain George Bowyer wieder in Dienst gestellt. Es erfolgte eine kurze Einsatzzeit in den Gewässern um Irland, bevor das Schiff zwischen März und November 1777 in Portsmouth für einen Einsatz in Ostindien ausgerüstet wurde, was Kosten in Höhe von 11.393 Pfund, 9 Schilling und 7 Pence verursachte.

Das Schiff befand sich von Mai 1778 bis Ende Januar 1779 unter dem Kommando von Captain Taylor Penny, bevor das Kommando an Captain Peter Rainier übergeben wurde. Unter diesem diente die Burford auf der East Indies Station unter dem Befehl von Rear Admiral Edward Hughes. Hier war sie am 8. Dezember 1780 an der Zerstörung von Schiffen in Mangalore beteiligt und nahm später an den Seeschlachten von Sadras, Providien, Negapatam, Trincomalee und Cuddalore gegen den französischen Admiral Pierre André de Suffren teil.

Nach Ende des Krieges kehrte die Burford nach England zurück, wo sie am 3. Juli 1784 in der Woolwich Dockyard einlief. Das Schiff wurde am 19. Juli 1784 außer Dienst gestellt und am 31. März 1785 für 1.320 Pfund zum Abbruch verkauft.

Liste der Kommandanten mini|Peter Rainier letzter Kommandant der Burford, hier als Vizeadmiral nach 1800 Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit Captain James Young 4. April 1757 4. Februar 1758 Captain James Gambier 4. Februar 1758 26. Januar 1763 Captain James Logie 6. Mai 1763 6. Mai 1766 Captain Francis Samuel Drake 6. Mai 1766 3. März 1767 Captain John Reynolds 16. Mai 1769 28. Februar 1770 außer Dienst bzw. aufgelegt Captain George Bowyer 31. Oktober 1776 4. Mai 1778 Captain Taylor Penny 22. Mai 1778 25. Januar 1779 Captain Peter Rainier 25. Januar 1779 19. Juli 1784

Literatur

Weblinks Burford auf threedecks.org (englisch)

Einzelnachweise Rif Winfield: British Warships in the Age of Sail 1714 to 1792., S. 174.

Kategorie:Burford-Klasse Kategorie:Segelschiff (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Chatham Dockyard Kategorie:Schiff im Siebenjährigen Krieg Kategorie:Schiff im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg