mini|St. Nikolaus in Sallach mini|Innenansicht mini|Turmkapelle zum Altar Die römisch-katholische Kirche St. Nikolaus ist eine im Kern mittelalterliche, barockisierte Saalkirche im Ortsteil Sallach von Geiselhöring im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern. Sie gehört zur Pfarrei St. Peter und Erasmus (Geiselhöring) im Dekanat Straubing-Bogen im Bistum Regensburg.

Geschichte und Architektur Die Kirche wurde im Jahr 1613 mit südlicher Ausrichtung unter Einbeziehung von romanischem Mauerwerk neu erbaut und im Jahr 1725 neu gewölbt. Der spätbarock ausgebaute Kuppelturm an der Ostseite des Langhauses enthält im unteren Teil den romanischen Chorturm des Vorgängerbauwerks, das nach Osten ausgerichtet war. Im Jahr 1764 wurde das Innere dekoriert; dazu gehören die Deckengemälde von Matthäus Günther und die Stuckaturen von Franz Xaver Feichtmayer dem Jüngeren. Im Jahr 1898 wurde das Schiff um zwei Joche verlängert, die stilistisch an die alten Teile angepasst wurden.

Innengestaltung Im Inneren ist eine Rokoko-Dekoration erhalten, die sich vergleichsweise sparsam dem älteren Barockraum anpasst. Die Barockaltäre als raumgreifende Ausstattungsstücke fehlen; die um 1900 entstandenen neubyzantinischen Retabel können diese nicht ersetzen. Das Schiff ist in fünf Achsen unterteilt; Stichkappen-Tonnengewölbe über verkröpften Wandpilastern sind mit Gebälkstücken versehen.

Die Deckengemälde zeigen Szenen aus dem Leben des Kirchenpatrons. Die beiden südlichen Bilder stammen von Günther. Typisch für dessen Freskenstil ist die hellfarbige, auf Silbergrau-Ocker gestimmte Darstellung der Gefangenschaft des Heiligen Nikolaus. Im zweiten Joch ist der Heilige lehrend dargestellt. Die beiden folgenden Bilder wurden im Jahr 1902 von F. Hartmann geschaffen. An der Flachkuppel des Chores ist die Glorie des Heiligen Nikolaus dargestellt; ein Werk von Günther. Die Stuckaturen von Feichtmayer mit Rocaillewerk und Blütenranken bereichern dezent den Rahmenstuck an der Decke und bekrönen kartuschenartig die Fenstereinfassungen.

Die Turmkapelle östlich am Schiff ist mit niedrigem Öffnungsbogen angeschlossen. Der im Kern romanische Bauteil enthält ein wandfestes Altärchen mit Stuck und Vergoldung, das von Feichtmayr geschaffen wurde.

Ausstattung Zur Ausstattung gehört ein geschnitztes, barockes Chorbogenkruzifix, das früher im Friedhof angebracht war. Im Chor befindet sich die Figur des Heiligen Johannes von Nepomuk, die 1765 von Mathias Obermayr geschaffen wurde und eine neuere Fassung zeigt.

Die Orgel ist ein Werk von Michael Weise aus dem Jahr 1939 mit neun Registern auf einem Manual und Pedal.

Literatur

Weblinks

Website der Pfarrei St. Nikolaus (Geiselhöring)

Einzelnachweise

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