Emil von Uechtritz (* 17. Februar 1783 auf Treben; † 9. Februar 1841 in Wien) war ein sächsischer Oberkämmerer, Geheimrat und Gesandter.
Leben Herkunft und Familie Emil von Uechtritz war Angehöriger des sächsischen Adelsgeschlechts von Uechtritz. Seine Eltern waren der Sachsen-Weimarer Landkammerrat auf Treben und Pomßen Karl von Uechtritz (1754–1849) und Karoline Auguste Franziska von Oppel (1759–1810).Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 2, Berlin 1898, S. 916. 1806 vermählter er sich mit Henriette von Werneck (1782–1858), Tochter des kaiserlichen Feldmarschallleutnants Franz von Werneck (1748–1806) und der Philippine Sebastiane Ernestine von Woellwarth (1755–1817). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Die von ihm gestiftete und 1865 in Preußen anerkannte freiherrliche Linie erlosch in der Folgegenartion.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser : zugleich Adelsmatrikel der im Ehrenschutzbunde des Deutschen Adels vereinigten Verbande, 70. Jg., Teil 2, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 873–874.
Werdegang Emil von Uechtritz studierte Rechtswissenschaften in Göttingen und Leipzig. Hiernach betritt er die diplomatische Laufbahn und wurde 1804 bei der sächsischen Gesandtschaft am Reichstage angestellt. Er avancierte 1807 zum sächsischen Gesandten am württembergischen Hofe und 1812 zugleich zum Gesandten des Großherzogs von Frankfurt ernannt. Er war intensiv mit den diplomatischen Bemühungen zur Freisetzung des in der Völkerschlacht bei Leipzig in Gefangenschaft geratenen Königs Friedrich August von Sachsen befasst. 1815 wurde er zum sächsischen Gesandten am französischen Königshof ernannt. Da er hier auch preußische Interesse gewinnend berücksichtigte, erhielt er 1819 das Großkreuz des Roten Adlerordens. Ebenfalls während seiner Dienstzeit in Paris erhielt er den sächsischen Zivilverdienstorden und das große Band der Ehrenlegion. 1828 wurde er nach Dresden zurückbeordert und zum Oberkammerherrn und Wirklichen Geheimen Rat ernannt. 1830 wurde er als Gesandter an den kaiserlich österreichischen Hof geschickt. Auf dieser Stellung blieb er bis zu seinem Tode.
Emil von Uechtritz wurde 1818 im Zusammenhang der ihm durch seine Ehe zugetragenen ehemals reichsfreien Güter Neubronn und Leinroden bei der Freiherrenklasse der schwäbischen Ritterschaft im Ritterkanton Kocher immatrikuliert und erhielt 1836 ein Württembergisches Wappenattest als Freiherr von Uechtritz.Maximilian Gritzner: Standes-Erhebungen und Gnaden-Acte deutscher Landesfürsten während der letzten drei Jahrhunderte. Band 2: Braunschweig bis Württemberg, C. A. Starke, Görlitz 1881, S. 841. Darüber hinaus war er Erbherr auf Belgershain, Köhra, Lindhardt, Baalsdorf, Hirschfeld, Frehna und Rohrbach, sowie Senioratsherr auf Gebhardsdorf.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser ... auf das Jahr 1858, Achter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1858, S. 785 f. u. 795.
Literatur Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 2, W. T. Bruer, Berlin 1898, S. 917.
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Porträt
Einzelnachweise
Kategorie:Kämmerer Kategorie:Kammerherr Kategorie:Geheimrat Kategorie:Sächsischer Diplomat Kategorie:Träger des Großkreuzes des Roten Adlerordens Kategorie:Träger des Sächsischen Zivilverdienstordens Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großkreuz) Emil von Uechtritz Kategorie:Nobilitierter (Württemberg) Kategorie:Freiherr Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1783 Kategorie:Gestorben 1841 Kategorie:Mann