Mit Bonsai Armies wird gelegentlich die Entwicklung europäischer Streitkräfte nach dem Kalten Krieg beziehungsweise nach der Finanzkrise 2007 bezeichnet, bei der die Staaten beim Militär gespart und ihren Bestand verkleinert haben. Der Begriff leitet sich vom Bonsai ab, welcher durch regelmäßiges Beschneiden ein sehr kleiner Baum bleibt. Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine, dem daraus entstandenen Krieg und den NATO-Verpflichtungen wie dem Zwei-Prozent-Ziel wird dann von einem Ende dieser sogenannten Bonsai Armies gesprochen. Auch die Abwendung Donald Trumps von Europa befeuerte diese Gegenentwicklung.

Der Begriff wurde zum ersten Mal 2011 geprägt und als Warnung verstanden. Jede Streitkraft in Europa habe zwar alles gehabt, was sie brauchte, jedoch nur in geringen Stückzahlen. Dabei seien diese Einsparungen nicht koordiniert worden, was nach Meinung einiger Experten desaströs für die Verteidigungsfähigkeit der verschiedenen Staaten gewesen sei und sich auch im Afghanistankrieg gezeigt habe. Weblinks Alex Collado: The End of ‘Bonsai Armies’, mit einer ausführlichen Bibliographie, European Student Think Tank, 29. April 2024, abgerufen am 12. September 2026

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