Der Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen ist ein seit 1969 jährlich stattfindender schulisch verpflichtender Mathematikwettbewerb im Land Hessen. Der Wettbewerb ist für jeden hessischen Schüler der achten Klasse verpflichtend und wird als Klassenarbeit geschrieben.

Ablauf Der Mathematikwettbewerb des Landes Hessen gliedert sich in drei Runden mit je drei verschiedene Aufgabentypen.

Aufgabengruppen Für den gymnasialen Bereich (A), den Realschulbereich (B), sowie für Hauptschüler (C) existieren die verschiedenen Aufgabengruppen A, B und C. Diese Aufgabengruppen werden alle gleich bepunktet und sind gleich aufgebaut, unterscheiden sich jedoch in der Anforderung.

Für jede Aufgabengruppe gibt es in jeder Runde separate Austragungsorte und auch eine separate Siegerliste.

Runde 1 Die erste Runde wird verpflichtend für alle Achtklässler an öffentlichen Schulen als 90-minütige Klassenarbeit geschrieben und von Lehrkräften korrigiert. Hilfsmittel wie Taschenrechner sind im Mathematikwettbewerb grundsätzlich nicht erlaubt.

Die Aufgaben der ersten Runde sind in einen Pflichtteil von 8 Aufgaben und einen Wahlteil mit vier Aufgaben, aus denen die besten zwei gewertet werden, gegliedert. Insgesamt gibt es 48 Punkte, 3 Punkte für jede Pflichtaufgabe und 12 für jede Wahlaufgabe.

Je 30 Teilnehmende einer Jahrgangsstufe qualifiziert sich eine Schulsiegerin oder ein Schulsieger für die nächste Runde. Die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler werden anschließend bis Mitte Februar zur zweiten Runde an die jeweilige Veranstalterschule ihres Kreises eingeladen.

Runde 2 Für jede Aufgabengruppe gibt es für die zweite Runde, die immer Anfang März geschrieben wird, eine Veranstalterschule in jedem Kreis. Die Teilnahme an der zweiten Runde ist freiwillig und die Aufgaben werden von den Lehrkräften der Veranstalterschule korrigiert. Die zweite Runde umfasst wie in der ersten Runde eine 90-minütige Klausur, die einheitlich von 9:30 bis 11 Uhr geschrieben wird. Anders als in der ersten Runde gibt es keine Pflichtaufgaben, sondern nur sechs Wahlaufgaben, die jeweils 12 Punkte geben, von denen die besten vier gewertet werden.

Die Ergebnisse der zweiten Runde werden nach drei Wochen den Schulen mitgeteilt, welche das Ergebnis ihren Schülern umgehend mitteilen müssen.

Je nach Größe des Kreises gibt es zwei bis sechs Kreissieger, die ihren Kreis dann in der dritten Runde vertreten dürfen, die an fünf verschiedenen Schulen in ganz Hessen ausgetragen wird.

Runde 3 Die dritte Runde findet immer im Mai an fünf verschiedenen Schulen in ganz Hessen statt, die dritte Runde umfasst wie in den vorherigen eine 90-minütige Klausur, die von 10:30 bis 12 Uhr geschrieben wird. Die dritte Runde ist genauso aufgebaut wie die zweite Runde. Korrigiert werden die Klausuren von Mitgliedern des Aufgabenausschusses. Auf einer Jurysitzung nach der Austragung der dritten Runde bestimmen die Mitglieder des Aufgabenausschusses die sechs Landessieger der verschiedenen Aufgabengruppen.

Preise Bei der Landessiegerehrung erhalten die besten sechs jeder Aufgabengruppe Urkunden sowie Buch- und Geldpreise.

Außerdem werden die Schulen geehrt, die sich in den Endrunden der letzten 5 Jahren besonders ausgezeichnet haben.

Ein Sponsor dieser Preise ist der Arbeitgeberverband Hessenmetall.

Aufgaben Die Themenbereiche des Mathematikwettbewerbes bleibt bei jeder Runde gleich, es kommen Aufgaben aus dem gesamten Mathematikstoff bis einschließlich der achten Klasse dran. Typische Aufgabenbereiche, die jedes Jahr im Wettbewerb vorhanden sind, wären Aufgaben aus Arithmetik und Algebra, Funktionen, Geometrie und Stochastik.

Runde 1 besteht aus 8 Pflichtaufgaben, die meist einfacher sind und 4 komplexeren Wahlaufgaben.

Die zweite und dritte Runde bestehen aus 6 Wahlaufgaben, die in ihrer Schwierigkeit mit denen der Wahlaufgaben der ersten Runde vergleichbar sind.

Siehe auch Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Mathematikwettbewerb Kategorie:Schülerwettbewerb in Deutschland Kategorie:Erstverleihung 1969 Kategorie:Veranstaltung in Hessen Kategorie:Erstveranstaltung 1969