Josip „Yokie“ Elic (* 10. März 1921 in Butte, Montana; † 21. Oktober 2019 in River Edge, New Jersey) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der von 1954 bis 1989 aktiv war. Er wurde vor allem durch seine Rolle als Bancini im Film Einer flog über das Kuckucksnest aus dem Jahr 1975 bekannt.

Leben Elic wurde 1921 als Joseph Elich Jr. als Sohn des kroatischen Einwandererpaares Martha Cacich und Joseph Elich in Butte im US-Bundesstaat Montana geboren. Er war das zweite von sechs Geschwistern, bestehend aus Annie, Anton, Helen, John und Madeline.

Er wuchs im Arbeiterviertel East Side der Stadt auf, das durch eine Vielzahl von Kleingärten geprägt war und deshalb auch als „Cabbage Patch“ () bezeichnet wurde. Im Alter von 16 Jahren begann er in einer Kupfermine in Montana zu arbeiten und war im Civilian Conservation Corps tätig, bevor er während des Zweiten Weltkriegs der United States Navy beitrat. Nach seinem Militärdienst zog Elic 1945 nach New York City. Nach einer kurzen Tätigkeit an der Wall Street nutzte er den G. I. Bill um sich an einer Schauspielschule einzuschreiben. Im Alter von 30 Jahren änderte er seinen Namen offiziell von Joseph Elich in Josip Elic, als Hommage an seine kroatischen Wurzeln. Zunächst finanzierte er seinen Lebensunterhalt, indem er Bühnenbilder für ein Sommertheaterensemble im Norden Connecticuts baute; zurück in New York begann er, in Off-Broadway‑Produktionen aufzutreten, darunter 1954 in einer Adaption der Dreigroschenoper an der Seite von Bea Arthur und John Astin. Off‑Broadway‑ sowie Burlesque-Produktionen gehörten zu Elics ersten Schritten in die Schauspielwelt, danach folgten Auftritte am Broadway von 1955 bis 1968 sowie landesweite Auftritte in Theaterproduktionen und Revuen.

1965 erhielt er seine erste Fernsehrolle in der Anthologieserie Kraft Television Theatre an der Seite von Rance Howard und Joe Mantell in einer Folge unter der Regie von William A. Graham. Während bald zahlreiche kleinere Fernseh‑ und Filmrollen folgten, war Elic auch für seine Werbeauftritte bekannt und wurde einer der ersten Charakterdarsteller, die in Fernsehwerbung als Hauptfigur eingesetzt wurden – eine Rolle, die traditionell Hollywoods männlichen Stars vorbehalten war. Später wurde er landesweit durch Auftritte in Twilight Zone bekannt, darunter die Folge The Obsolete Man mit Burgess Meredith, sowie durch die Filme Die unteren Zehntausend aus dem Jahr 1961 mit Betty Davis und Glenn Ford und Frühling für Hitler aus dem Jahr 1967.

Seinen Durchbruch hatte er jedoch 1975, als er den verwirrten Psychiatriepatient Bancini in Miloš Formans Klassiker Einer flog über das Kuckucksnest spielte. Obwohl er im Film nur wenige Sätze spricht, entstand seine wichtigste Szene durch eine Improvisation von Jack Nicholson während des Basketballspiels der Patienten. Elic erinnerte sich an die Entstehung der Szene mit den Worten:

Obwohl seine Karriere vor der Kamera bereits Ende der 1970er-Jahree nachließ, hatte er 1989 seine letzte Rolle im Actionthriller Black Rain von Ridley Scott. Er war weiterhin in der Schauspielgemeinschaft New Yorks präsent und trat regelmäßig auf Conventions auf, um Fans zu treffen. Im deutschen Sprachraum wurde Elic unter anderem von Lambert Hamel, Alexander Herzog, Claus Jurichs, Harry Kalenberg, Reinhard Kolldehoff, Hans Oldenbürger, Michael Schwarzmaier und Horst Ziethen synchronisiert.

Elic lebte bis ins hohe Alter selbstständig. Nachdem er in seiner Wohnung in New York gestürzt war, wohnte er nach dem Unfall für mehr als ein Jahr im Haus seiner langjährigen Freundin, der Schauspielerin Lee Meredith, und deren Ehemann Bert, bevor er in eine betreute Wohneinrichtung, Brookdale Senior Living, in New Jersey zog. Er starb im Oktober 2019 im Alter von 98 Jahren an den Folgen seines Sturzes und wurde von seiner Schwester Helen († 2021) überlebt. Er fand seine letzte Ruhe im George Washington Memorial Park in Paramus.

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl) 1954: Dreigroschenoper (Off-Broadway, New York City) 1955–1961: Dreigroschenoper (Theatre de Lys, Broadway, New York City) 1957: The Girl of the Golden West (Anderson Theatre, Off-Broadway, New York City) 1959: Leave It to Jane (Sheridan Square Playhouse, Off-Broadway, New York City) 1960: The Death of Satan (St. Mark’s Playhouse, Off-Broadway, New York City) 1963: The Dragon (Phoenix Theatre, Off-Broadway, New York City) 1964: Too Much Johnson (Phoenix Theatre, Off-Broadway, New York City) 1964–1965: The Sign in Sidney Brustein’s Window (Longacre Theatre und Henry Miller’s Theatre, Broadway, New York City) 1965: Kelly (Broadhurst Theatre, Broadway, New York City) 1968: West Side Story (Broadway, New York City) 1971: Stag Movie (Gate Theatre, Off-Broadway, New York City) 1975: A Straightman, a Comic and a Talking Lady (Manhattan, New York City) 1980: Kiss Me, Kate (Artpark, Niagara Falls, New York)

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Einzelnachweise

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