Die Aallotar war ein 1952 in Dienst gestelltes Passagierschiff der finnischen Reederei Finska Ångfartygs Ab für die Linienfahrt nach Stockholm. Im Verlauf ihrer 21-jährigen Dienstzeit fuhr sie auf unterschiedlichen Routen für verschiedene Eigner und Charterer. 1971 erhielt sie den Namen Bore II. Nach einem Brand im November 1973 wurde das Schiff als Totalschaden abgeschrieben und 1975 in Helsinki abgewrackt.
Geschichte Die Aallotar entstand unter der Baunummer 307 in der Helsingør Skibsværft in Helsingør und lief am 29. Januar 1972 vom Stapel. Nach der Übernahme durch die Finska Ångfartygs Ab am 6. Juni 1952 nahm sie den Liniendienst von Helsinki nach Stockholm auf, den sie fortan in den Wintermonaten durchführte. In den Sommermonaten fuhr sie Stockholm von Turku oder Mariehamn aus an.
In den folgenden Jahren stand die Aallotar ausschließlich im Liniendienst nach Stockholm. 1969 bis 1970 stand sie kurzzeitig auch auf der Linie nach Travemünde im Einsatz. Ab 1970 unternahm das Schiff, inzwischen unter Bereederung der Silja Line, mehrere Kreuzfahrten in der Ostsee, die es unter anderem nach Tallinn oder nach Leningrad führten. Im Mai 1971 ging es als Bore II an die Ångfartygs Ab Bore.
Die Bore II stand unter Charter mehrerer Unternehmen und Reedereien auf verschiedenen Linienstrecken sowie für Kreuzfahrten im Einsatz. 1973 diente sie zeitweise als Wohnschiff in Göteborg. Zuletzt fuhr das Schiff seit Juni 1973 für Kreuzfahrten zwischen Turku und Visby.
Am 3. November 1973 befand sich die Bore II über den Winter inaktiv im Hafen von Göteborg, als durch unbekannte Ursache ein Brand an Bord ausbrach. Dieser konnte zwar gelöscht werden, verursachte aber hohen Schaden. Zudem sank das Schiff durch das hineingepumpte Löschwasser auf ebenem Kiel im seichten Hafenbecken. Am 3. Januar 1974 erfolgte die Bergung des als Totalverlust abgeschriebenen Wracks. Es wurde zum Abbruch verkauft und ab Februar 1975 bei Helsingin Romuliike in Helsinki abgewrackt. Ein 35 Meter langes Teilstück des Rumpfes blieb erhalten und wurde zu einem Lastkahn ohne eigenen Antrieb mit dem Namen Aksu umgebaut.
Weblinks
Eintrag zum Schiff auf Fakta om Fartyg (schwedisch)
Einzelnachweise
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