Mustafa Groener (* 1999 in Magdeburg) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 gewann er im Wahlkreis Magdeburg II das Direktmandat und zog erstmals in den Landtag von Sachsen-Anhalt ein.
Leben und Beruf Groener wuchs in der Magdeburger Plattenbausiedlung Neu Olvenstedt auf. Als Kind und Jugendlicher erlebte er nach eigenen Angaben rassistische Anfeindungen, die sein politisches Interesse beeinflussten. Mit 13 Jahren brachte er sich bei der Linksjugend solid ein. Groener arbeitete im Schichtdienst bei einem Aufzugsnotdienst.
Politische Tätigkeit Vor der Bundestagswahl 2025 schloss sich Groener der Linken an. Für die Landtagswahl 2026 kandidierte er im Wahlkreis Magdeburg II ausschließlich direkt und nicht über die Landesliste. Groener bezeichnet sich als demokratischen Sozialisten. Am 6. September 2026 erhielt er 29,4 Prozent der Erststimmen und setzte sich gegen einen Kandidaten der AfD (23,4 Prozent) durch. Die Linke gewann bei der Wahl drei der 41 Direktmandate..
Politische Positionen Groener setzt Schwerpunkte bei bezahlbarem Wohnraum, der personellen Ausstattung von Schulen und Kindertagesstätten sowie einem günstigeren und besser ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Zudem kündigte er an, seine Abgeordnetenbezüge auf 2.800 Euro netto zu begrenzen und darüber hinausgehende Einnahmen für politische und soziale Arbeit im Wahlkreis einzusetzen.
Verhältnis zu anderen Parteien und innerparteiliche Debatten Nach der Landtagswahl kritisierte Groener Teile der Wahlkampfstrategie des Landesverbandes unter der Spitzenkandidatin Eva von Angern seiner Partei. Insbesondere wandte er sich gegen eine politische Annäherung an die CDU und gegen Überlegungen, eine von der CDU geführte Landesregierung zur Verhinderung einer AfD-Regierung parlamentarisch zu tolerieren. Groener vertrat demgegenüber die Auffassung, die Linke müsse als eigenständige Opposition auftreten und sich stärker von CDU und SPD abgrenzen. Eine Strategie, die vor allem auf die Verhinderung der AfD ausgerichtet sei, könne nach seiner Auffassung das eigenständige politische Profil der Linken schwächen. Stattdessen plädierte er dafür, soziale Konflikte stärker in den Mittelpunkt zu stellen und die Partei mit Gewerkschaften, antifaschistischen Initiativen und sozialen Protestbewegungen zu verbinden.
Einzelnachweise
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