mini|St. Laurentius in Ruhmannsfelden mini|Innenansicht mini|hochkant|Altarraum Die römisch-katholische Kirche St. Laurentius ist eine klassizistische Basilika in Ruhmannsfelden im Landkreis Regen in Niederbayern. Sie gehört zur Pfarreiengemeinschaft Teisnachtal im Dekanat Viechtach der Diözese Regensburg und ist wegen ihrer erkennbar durch die Münchner Hofkunst beeinflussten Ausstattung beachtenswert. Kirchenpatron ist der hl. Laurentius von Rom.
Geschichte und Architektur Die Kirche wurde nach Brand im Jahr 1828 neu nach Plänen von Erasmus Hofstetter aus Passau erbaut, wobei der spätmittelalterliche Turm nordseitig am Chor mit einbezogen wurde. Das Bauwerk hat ein basilikales Langhaus und sehr niedrige Seitenschiffe. Der Chor ist eingezogen und halbrund geschlossen. Im Inneren ist das Bauwerk durch ein gedrücktes Tonnengewölbe mit Stichkappen über Lisenen und Gebälkstücken abgeschlossen; im Chorschluss ist der Gebälkstreifen durchgezogen. Die Wölbung und Wandgliederung folgen barocken Baugewohnheiten, bei klassizistischer, antikisierender Ausbildung der Gebälkstücke mit Triglyphen und Zahnschnitt. Die Deckenbilder stammen aus der Zeit nach 1900.
Ausstattung Die einheitliche Ausstattung entstand um 1830. Der Hochaltar ist in Form einer klassizistischen Ädikula gestaltet; die Figuren sind Werke von Christian Jorhan dem Jüngeren. Beachtenswert ist das ältere Gemälde, das Maria und das Christuskind mit Verweis auf die Passion zeigt und mit J(ohannes Jacobus) de Lens 1793 bezeichnet ist. Das Bild stammt ursprünglich aus Kloster Ebrach und wurde nach der Säkularisation mit Unterstützung des bayerischen Königs Ludwig I. als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Die Gemälde der Seitenaltäre sind im Stil der Nazarener ausgeführt. Am Chorbogen befindet sich eine bewegte Schnitzfigur der Immaculata aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Der Kanzelkorb ist mit farbig gefassten Flachreliefs aus dem Leben Jesu ausgestattet und an an der Rückwand mit einem Relief Johannes des Täufers. Der Schalldeckel der Kanzel ist mit einer Figur des Apostels Paulus bekrönt.
Die Orgel ist ein Werk von Adam Ehrlich aus dem Jahr 1830 mit zehn Registern auf einem Manual und Pedal.
Literatur
Weblinks
Website der zuständigen Pfarreiengemeinschaft Teisnachtal
Einzelnachweise
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