Heino Maurach (* 31. März 1912 in Simferopol (Russisches Kaiserreich); † 23. November 1970 in Koblenz) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.

Leben Maurach, Sohn eines promovierten Augenfacharztes, studierte von Mai 1931 bis September 1936 Humanmedizin an den Universitäten in Würzburg, Breslau, Tübingen und Berlin. Am 1. April 1934 trat er als Sanitätsoffizier-Anwärter beim Infanterie-Regiment 13 in Tübingen in die Reichswehr ein. In diesem Verband diente er bis September 1934. Von Oktober 1934 bis September 1936 setzte er sein Medizinstudium an der Militärärztlichen Akademie in Berlin fort und war von September 1936 bis August 1937 Truppenarzt in der Sanitäts-Staffel des Infanterie-Regiments 7 in Schweidnitz. 1937 erfolgte die Approbation zum Arzt, im Herbst 1937 die Promotion zum Doktor der Medizin und im Oktober 1937 wurde er Assistenzarzt. Von September bis Dezember 1937 war er Truppenarzt im Kavallerie-Regiment 8 in Brieg, von Januar bis März 1938 an der universitären Hautklinik in Breslau, absolvierte von April 1938 bis Januar 1939 ein Spezialstudium der Chemie an der Militärärztlichen Akademie in Berlin und der Universität Berlin, war von Februar bis März 1939 Abteilungsarzt in der I. Abteilung des Artillerie-Regiments 116, von April 1939 bis Juni 1940 Adjutant beim Leitenden Sanitätsoffizier des Wehrmachtsbevollmächtigten in Prag, später im Wehrkreis Böhmen und Mähren, von Juli bis August 1940 Abteilungsarzt der II. Abteilung des Panzer-Regiments 2 in Frankreich, von August 1940 bis Januar 1941 Abteilungsarzt der Panzer-Abteilung A (Panzer-Tauch-Abteilung) in Frankreich, von Januar bis Oktober 1941 Abteilungsarzt und Regimentsarzt des Panzer-Regiments 18 in der Sowjetunion in den Räumen Smolensk und Briansk, von Oktober 1941 bis September 1943 Kompaniechef der Sanitäts-Kompanie 1/188 in der Sowjetunion in den Räumen Tula, Orjol und beim Unternehmen Zitadelle, wurde am 1. Juli 1943 zum Oberstabsarzt ernannt, war von September 1943 bis Januar 1945 Sanitätslehrer an der Bataillonsführerschule in Antwerpen, Bastogne und Ohrdruf, im Februar 1945 Divisionsarzt der Sicherungs-Division Donau, von Februar bis Mai 1945 in der Führerreserve beim Oberkommando des Heeres und von Mai bis Juni 1945 in Kriegsgefangenschaft.Range 2013 a. a. O.

Von 1945 bis Mai 1953 war Maurach als praktizierender Arzt mit eigener Arztpraxis selbständig tätig und von Juni 1953 bis März 1956 Gutachter und später stellvertretender Referatsleiter im Amt Blank in Bonn.

Am 15. März 1956 trat Maurach als Oberfeldarzt in die Bundeswehr ein und war zunächst bis August 1957 Referent im Referat IV H 2 im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn. Von September 1957 bis August 1959 war er Planungsoffizier für Lazarettwesen im Supreme Headquarters Allied Powers Europe der NATO in Paris, von September 1959 bis September 1963 Sanitätsstabsoffizier in der Gruppe Lazarettwesen beim Deutschen Logistischen Bevollmächtigten im NATO-Oberkommando Allied Forces Central Europe in Fontainebleau in Frankreich, von Oktober 1963 bis September 1965 Sanitätsstabsoffizier und Lehrstabsoffizier an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und von Oktober 1965 bis März 1969 Korpsarzt des III. Korps und zugleich Kommandeur des Sanitätskommandos 3 in Koblenz.

Im April 1969 wurde Maurach Inspizient des Sanitätsdienstes des Heeres sowie zugleich Generalarzt des Heeres im Truppenamt in Köln und wurde zum Generalarzt ernannt. Auf diesen Dienstposten verstarb er am 23. November 1970.

Maurach war verheiratet und hatte zwei Kinder. Er wurde in Dießen am Ammersee bestattet.

Auszeichnungen 1941: Eisernes Kreuz I. Klasse 1941: Panzerkampfabzeichen

Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Generalarzt (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Person (Führungsakademie der Bundeswehr) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener Kategorie:Oberstabsarzt (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Militärperson (NATO) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1912 Kategorie:Gestorben 1970 Kategorie:Mann