Fiugajki () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage Fiugajki liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 16 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 26 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Der kleine, seinerzeit Figeuken, nach 1785 Figeiken und nach 1820 Figaiken genannte Gutsort bestand aus mehreren großen und kleinen Höfen.Dietrich Lange: Figaiken, in: Geograophisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1648 erwarb Christoph von Houwald (1601–1661), General und Herr auf Maldeuten den Ort und gliederte ihn in seine mannigfachen Besitztümer ein und übertrug sie später seinen Nachkommen.Portal Ahnenspuren: Mohrungen/Maldeuten

Das Vorwerk Figaiken zählte im Jahre 1905 93 Einwohner.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Figaiken

Auch mit Teilen der Gutsbezirke Maldeuten und Seegertswalde wurde am 10. April 1911 der eigenständige Gutsbezirk Figaiken gebildet, der in den Amtsbezirk Maldeuten im ostpreußischen Kreis Mohrungen eingegliedert wurde.Rolf Jehke: Amtsbezirk Maldeuten Am 5. August 1922 schließlich schloss sich der Gutsbezirk Figaiken mit dem Gutsbezirk Seegertswalde zu einem neuen Gutsbezirk Seegertswalde im Amtsbezirk Maldeuten zusammen. Er wurde am 16. Juni 1925 in die Landgemeinde Seegertswalde umgewandelt.

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Figaiken die polnische Namensform „Fiugajki“. Der Ort ist heute eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Religion Figaiken war bis 1945 in die evangelische Kirche Groß Arnsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467 außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in Mohrungen.

Heute gehört Fiugajki katholischerseits zu Małdyty im Dekanat Morąg des Bistums Elbląg, evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Fiugajki liegt an einer Nebenstraße, die bei Zajezierze von der Woiwodschaftsstraße 519 (einstige Reichsstraße 126) abzweigt und über Jarnołtowo und Kreki bis nach Bartno an der Woiwodschaftsstraße 526 führt.

Die nächste Bahnstation ist Małdyty an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo – bis 2004 auch an der Bahnstrecke Małdyty–Malbork, die nicht mehr befahren wird.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Małdyty