Als Isru Chag wird in der jüdischen Religion der Tag unmittelbar nach einem der drei Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot und Sukkot bezeichnet.
Ursprung Dieser Ausdruck kommt im Hallel vor. Der Vers (Psalmen 118,27) lautet:
Dies lässt sich übersetzen als: „Bindet („isru“) das Festopfer („chag“) mit Stricken an die Hörner des Altars“.
Bedeutung Isru Chag stellt die Verbindung, die Brücke oder den Übergang von der Heiligkeit der Feiertage, die gerade zu Ende gegangen sind, und der Routine der Wochentage dar, die dem Isru Chag folgen. Somit ist Isru Chag eine Art Feiertag, der einen feierlichen Inhalt hat.
Vorschriften Am Isru Chag gibt es keinerlei Einschränkungen von Tätigkeiten, die am Schabbat oder an den Feiertagen verboten sind. Es gibt auch keine speziellen Gebote, die an Isru Chag zu erfüllen sind. Allerdings wird empfohlen, an diesem Tag eine etwas feierliche Stimmung herrschen zu lassen. Hierfür sollen größere Mahlzeiten als üblich eingenommen werden.
Am Isru Chag spricht man keine Trauergebete wie das Tachanun, und es ist ebenfalls verboten, an diesem Tag zu fasten (Magen Awraham 425,8; Kommentar zu Orah Hayyim (Kapitel 425, Paragraph 8)Magen Avraham, Safaria Library. Abgerufen am 3. September 2026.). Manche pflegen den Brauch, am Isru Chag besondere Kleidung wie an einem „Jom Tow“ (Feiertag) zu tragen. In einigen Gemeinden war es früher üblich, Isru Chag wie einen Halbfeiertag (Chol HaMoed) zu behandeln.Isru Chag, Jüdische Allgemeine, 6. Juni 2016. Abgerufen am 3. September 2026.
Quellen Isru Chag, Balashon
Einzelnachweise
Kategorie:Feste und Brauchtum (Judentum)