In der Liste der Stolpersteine in Forst (Lausitz) werden die in Forst (Lausitz) vorhandenen Stolpersteine aufgeführt, die im Rahmen des Projekts des Künstlers Gunter Demnig verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz des Opfers.
Geschichte Die ersten Stolpersteine in Forst (Lausitz) wurden im November 2024 verlegt. Die Stolpersteine für Ilse Pick und ihre Tochter Erna Perlich (geb. Pick), die aufgrund ihres jüdischen Glaubens bzw. ihrer jüdischen Abstammung verfolgt und ermordet wurden, wurden 2026 mehrfach mutwillig beschädigt.
Verlegte Stolpersteine
In Forst (Lausitz) wurden bisher 11 Stolpersteine an 3 Standorten verlegt. Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, LebenHier wohnteIlse PickJg.1921verhaftet 1942KZ Ravensbrückdeportiert Auschwitzermordet 11.11.1942 Mühlenstraße 18Ilse Pick, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer Abstammung, Ermordung in AuschwitzHier wohnteErna Perlichgeb.Salomonverw.PickJg.1883Gefängnis GubenGestapogefängnisFrankfurt/Odertot 12.12.1943 Mühlenstraße 18Erna Perlich, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer Abstammung, ermordet im Gestapogefängnis Frankfurt Oder HIER WOHNTE
DR. FELIX
MIODOWSKI
JG. 1872
DEPORTIERT 1943
THERESIENSTADT
1944 AUSCHWITZ
ERMORDET Cottbusser Straße 17Dr. Felix Miodowski, geboren 1872 in Herrnstadt, arbeitete ab 1897 als Arzt in Forst (Lausitz). Er und seine Familie (seine Frau Henriette und die Kinder Gerhard, Lotte und Werner) wurden aufgrund ihres jüdischen Glaubens bzw. ihrer jüdischen Abstammung während der NS-Zeit aus rassistischen Gründen verfolgt und deportiert. Er war Vorsitzender des jüdischen Wohltätigkeitsvereins in Forst.HIER WOHNTE
HENRIETTE MIODOWSKI
GEB. JACOBIUS
JG. 1880
ZWANGSUMSIEDLUNG 1941/42
LAGER TORMERSDORF
TOT 8.4.1943
BRESLAU Cottbusser Straße 17Henriette Miodowski, verheiratet mit Felix Miodowski und Mutter von Gerhard, Margot und Werner. Die Familie wurde aufgrund ihres jüdischen Glaubens bzw. ihrer jüdischen Abstammung verfolgt. Die Eltern wurden aus dem Beate-Gutmann-Heim in Breslau deportiert. Sie starb 1943 im Lager Tomersdorf.HIER WOHNTE ALFONS GERHARD
MIODOWSKI
JG. 1904
‚SCHUTZHAFT‘ 1936
KZ BUCHENWALD
DEPORTIERT 1943
AUSCHWITZ ERMORDET Cottbusser Straße 17Alfons Gerhard Miodowski, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer AbstammungHIER WOHNTE MARGOT LOTTE
MIODOWSKI
VERH. BEER
JG. 1907
FLUCHT BRASILIEN Cottbusser Straße 17Margot Lotte Miodowski, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer Abstammung. Sie ist die Einzige in der Familie Miodowski, die die NS-Zeit überlebte.HIER WOHNTE
WERNER
MIODOWSKI
JG. 1908
‚SCHUTZHAFT‘ 1942
KZ MAUTHAUSEN ERMORDET 3.4.1942 Cottbusser Straße 17Werner Miodowski, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer AbstammungHIER WOHNTE
GERHARD LEVY
JG. 1898
VERHAFTET 1938
ZWANGSARBEIT 1941
LANDWERK NEUENDORF TOT 3.3.1942 Max-Fritz-Hammer-Straße 15Gerhard Levy, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer AbstammungHIER WOHNTE MARY LEVY
GEB. SCHWARZHAUPT
JG. 1907
DEPORTIERT 1943
AUSCHWITZ ERMORDET Max-Fritz-Hammer-Straße 15Mary Levy, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer AbstammungHIER WOHNTE
INGEBORG LEVY
VERH. BEACHAM
JG. 1928
KINDERTRANSPORT 1939 ENGLAND Max-Fritz-Hammer-Straße 15Ingeborg Levy, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer AbstammungHIER WOHNTE
ERNA RITA LEVY
VERH. DEVLETIAN
JG. 1932
KINDERTRANSPORT 1939 ENGLAND Max-Fritz-Hammer-Straße 15Erna Rita Levy, verfolgt aufgrund jüdischem Glaubens bzw. jüdischer Abstammung
Verlegungen Max-Fritz-Hammer-Straße 15: 21. September 2024 – Familie Levy"Gedenken an Familie Levy – Erlebtes sorgt für Gänsehautmoment" Lausitzer Rundschau vom 25. September 2024 Mühlenstraße 18: 9. November 2024 – Ilse Pick und Erna Perlich Cottbuser Straße 17: 10. November 2025 – Familie Miodowski
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