Edge of Tomorrow ist das siebzehnte Studioalbum der Düsseldorfer Neo-Psychedelic und Neo-Kraut Rock Band Vibravoid. Es erschien im Jahr 2023 als LP und CD über das Independent-Label Stoned Karma Records und markiert die letzte Veröffentlichung des Labels.

Entstehung und Hintergrund Das Album wurde im Frühjahr 2023 im bandeigenen Studio aufgenommen und von Christian Koch produziert. Der Einsatz von Vintage-Instrumenten und analogen Effekten bestimmte die Produktion. Zum Instrumentarium gehörten Vox Phantom12 und Vox MK6 Gitarren, Vox MK4 Bass sowie Vox Super Continental Orgel. Mellotron, Theremin und Stylophone, BOSS DM1, Colorsound Fuzz Wha Swell, Roland Space Echo sowie Dynacord Bandecho erweiterten das Klangbild.

Editionen Das Album erschien in mehreren unterschiedlichen Varianten auf CD und Schallplatte. Die herkömmliche CD-Ausgabe wurde im klassischen Jewelcase vertrieben. Eine exklusive CD-Vorbestellerversion war auf 50 Exemplare limitiert und enthielt zusätzliche Extras. Die reguläre Vinyl-Ausgabe wurde auf zufällig koloriertem Tonträger gepresst und erschien in einer Auflage von 500 Stück. Zudem existiert eine Pre-Order Edition der Schallplatte mit 150 Kopien. Eine Deluxe-Edition umfasste neben dem Hauptalbum eine zusätzliche Picture Disc Schallplatte mit dem Konzertmitschnitt Kursaal Psichedelico sowie eine Retro-Uhr im „Space Age Design“. Als Sonderedition erschien eine nummerierte Testpressung als Kunstedition in einer Sonderauflage von 20 Stück mit signierten Beilagen und Kunstkarten. Den limitierten Editionen lagen eine achtseitige Musikzeitung mit dem Titel Psychedelic Gazette sowie eine 3D-Brille mit zugehörigem Poster bei.

Rezeption Unter dem Titel „Ein Flirt mit der dunklen Seite des Acid-Rock“ hob das Magazin Classic Rock die Wandlungsfähigkeit der Band hervor. Abseits der typischen psychedelischen Soundeffekte rücke der Titeltrack nahe an den „dunklen Briten-Wave der späten 70er“. Während Stücke wie The World I Once Knew und Living on the Edge eine unterschwellige Melancholie aufwiesen und Letzteres mit Gothic-Sounds flirte, zitierten Dead by Dawn und Shifting the Sands den Garagen-Fuzz der späten 1960er-Jahre. Zudem gehe die Formation für ihre Verhältnisse „erstaunlich kompakt zu Werke“; lediglich der „Rausschmeißer“ Into the Void sprenge diese Dimensionen, was in einer als „runde Sache“ bewerteten Gesamtstimmung resultiere.

In einer Rezension für das italienische Musikmagazin Rumore beschrieb Andrea Valentini das Album als eine Mischung aus Psychedelic Rock, Pop und „Neokraut“. Laut Valentini wurde das Werk, obwohl es unter dem Namen der Band veröffentlicht wurde, vollständig von Christian Koch („Dr. Koch“) komponiert und eingespielt. Der Rezensent hob hervor, dass die neun Titel einen träumerischen und melodischen Charakter aufwiesen. Stilistisch orientiere sich die Veröffentlichung an der Neopsychedelia der 1980er- und frühen 1990er-Jahre, kombiniert mit Elementen des Rock, Wave und Dream Pop.

Das griechische Musikportal TimeMachine Productions bezeichnete die Formation anlässlich der Veröffentlichung als „die wahren Botschafter des Modern Psychedelic Rock“ und als eine „unstoppbare Psych-Produktionsmaschine“. Der Rezensent hob hervor, dass Vibravoid mit dem Album „die Stadt Düsseldorf wieder auf die musikalische Landkarte gesetzt“ habe. Das Werk selbst wurde als ein Album beschrieben, das extrem pop-orientierte Melodien mit einer massiven Wand aus verzerrtem Fuzz-Sound kombiniert.

Gereon Helmer vom Musikmagazin Ox-Fanzine hob ebenfalls das hohe Veröffentlichungstempo der Band hervor und bewertete das Songmaterial als konsequente Fortführung des typischen Gruppenklangs. Er merkte an, dass die Gitarrenarbeit auf die Shoegazing-Ära zurückgreife, wobei die Gruppe niemals den roten Faden verliere.

The Third Eye ordnete das Werk als ein solides und authentisches Beispiel für deutschen Psychedelic Rock ein und lobte den musikalischen Fluss der einzelnen Titel.

Titelliste Over the Edge (4:22) The Other Side of Love (3:34) Edge of Tomorrow (5:33) The World I Once Knew (4:20) Living on the Edge (3:50) Lost and Busted (4:37) Dead by Dawn (3:30) Shifting the Sands (3:36) Into the Void (7:52)

Einzelnachweise

Kategorie:Album (Psychedelic Rock) Kategorie:Album (Krautrock) Kategorie:Album (Pop) Kategorie:Album (Rock) Kategorie:Album 2023 Kategorie:Vibravoid-Album