mini|rechts|Logo der Urologischen Stiftung Gesundheit Die Urologische Stiftung Gesundheit gGmbH (USG) ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Düsseldorf. Sie wurde 2021 durch die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) gegründet und betreibt ein Patientenportal mit laienverständlichen Informationen zu urologischen Erkrankungen, deren Früherkennung, Diagnostik und Therapie.
Geschichte und Organisation Alleinige Gesellschafterin der Stiftung ist die DGU, die wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft der Urologie in Deutschland. Ziel der Ausgründung war es, die patientenbezogenen Inhalte getrennt von den an die Mitglieder der Fachgesellschaft gerichteten Fachinformationen bereitzustellen und weiterzuentwickeln. Das Patientenportal ging im Mai 2022 online. Seit dem Tod des Mitgeschäftsführers Helmut Haas im September 2025 wird die USG von Holger Borchers, dem medizinischen Geschäftsführer der DGU, als alleinigem Geschäftsführer geleitet. Ein medizinischer Beirat aus Urologinnen und Urologen begleitet die inhaltliche Entwicklung.
Publikationen und Angebote Über das Portal stellt die USG Texte und Videos, ein Lexikon, Ratgeberinhalte sowie eine Entscheidungshilfe bereit. Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs unterstützt Patienten seit 2016 nach der Diagnose eines Prostatakarzinoms bei der Therapieentscheidung. Projektleiter ist Johannes Huber, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg. Die technische Umsetzung liegt beim Institut ASD Concepts, einem interdisziplinären Gesundheitsinstitut mit Sitz in Reinheim. Nach Angaben der USG wurde die Entscheidungshilfe bislang von über 20.000 Patienten in mehr als 700 Praxen und Kliniken genutzt. Eine zweite Entscheidungshilfe zum Blasenkrebs, deren Projektleitung bei Maximilian Kriegmair (Urologische Klinik München-Planegg) und Britta Grüne liegt, wird in einer multizentrischen Studie erprobt. Huber und Kriegmair gehören dem medizinischen Beirat der USG an. Eine zweite Entscheidungshilfe zum Blasenkrebs befindet sich in Erprobung.
Eine Urologensuche listet urologische Praxen und Kliniken auf. Seit Dezember 2024 betreibt die USG auf YouTube das Videoformat „Hose runter! Der Uro-Check“, in dem urologische Themen im Interview besprochen werden. Daneben ist sie auf Instagram, Facebook, TikTok und LinkedIn aktiv. Für Arztpraxen stellt die USG außerdem Erklärvideos bereit, die Ärzte ihren Patienten per QR-Code zugänglich machen. Zudem führt die USG bundesweite Awareness-Kampagnen zur Früherkennung urologischer Krebserkrankungen durch, die über das Portal hinaus mit Plakaten, in sozialen Medien und im öffentlichen Raum verbreitet werden.
Zur Prostatakrebs-Früherkennung erschienen 2024 „Das Gefährlichste ist nicht der Prostatakrebs“ und 2025 „Prostata, der wunde Punkt des Mannes“. 2026 folgten eine Kampagne zu Blasenkrebs sowie eine Prostatakrebs-Kampagne in Märkten der Baumarktketten Obi und Hagebau.
Nach Angaben der USG verzeichnete das Portal in den ersten vier Jahren fast 500.000 Besucher; die Videos der Stiftung wurden auf YouTube rund 218.000-mal aufgerufen. Die Baumarkt-Kampagne 2026 wurde in der Marketingfachpresse aufgegriffen, unter anderem von Horizont, new business und turi2.
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Einzelnachweise
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