Johann Michael Rieß (* 1653; † 1702 in Mainstockheim) war ein Bildhauer, dessen Arbeiten vor allem im Hochstift Würzburg nachweisbar sind.

Leben und Wirken Johann Michael Rieß wurde im Jahr 1653 geboren, der Geburtsort ist unklar. Spätestens im Jahr 1674 kann er als Geselle des Würzburger Bildhauers Hans Philipp Preiss nachgewiesen werden. Nach dem Tod des Preiss ehelichte er dessen Frau Susanne, geborene Kern 1683 in Mainstockheim. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits selbstständiger Bildhauermeister mit eigener Werkstatt. Johann Michael Rieß starb im Jahr 1702 in Mainstockheim.

Rieß schuf zwei Seitenaltäre im Würzburger Kollegiatstift Haug. Beide gehen auf Stiftungen von Privatpersonen zurück, der eine wurde im Jahr 1690 von J. Werner an das Stift übergeben, der andere von Jobst Leonhard Gebler im Jahr 1691. Um 1692 schuf Riess außerdem die vier Evangelisten in den Obernischen von Stift Haug. Daneben können Arbeiten für die Benediktinerabtei Münsterschwarzach nachgewiesen werden. So schuf er die beiden Figuren der Apostel Petrus und Paulus für die Propsteikirche St. Maria de Rosario in Dimbach.

1695 und 1696 arbeitete Riess an zwei Seitenaltären für das Würzburger Stift Neumünster. Die Arbeiten am Hochaltar und der Orgel des Würzburger Doms begann er zwar um 1700. Diese wurden allerdings erst nach seinem Tod von Balthasar Esterbauer fertiggestellt.O. A.: Rieß, Joh. Michael. In: Thieme-Becker Bd. XXVIII (1934). S. 344.

Literatur

Einzelnachweise

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