Paul Heinrich Klingelhöfer (* 29. Dezember 1887 in Lüdenscheid; † 24. März 1951 in Falkenstein) war ein deutscher Ministerialbeamter während der Zeit des Nationalsozialismus.

Werdegang Klingelhöfer studierte ab 1907 Rechtswissenschaft und Nationalökonomie an den Universitäten Freiburg, München, Berlin und Münster. 1910 legte er das erste juristische Staatsexamen ab. Anschließend absolvierte er das Rechtsreferendariat. Dieses wurde von seinem Kriegseinsatz im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 unterbrochen. 1919 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab.

Ab 1922 war Klingelhöfer Regierungsrat im Provinzialschulkollegium Koblenz, einer preußischen Mittelbehörde, die die unmittelbare Schulaufsicht über die höheren Schulen in der Rheinprovinz ausübte. Ab 1925 war er in der Hochschulabteilung des Preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung tätig. Er wurde 1927 zum Oberregierungsrat und 1929 zum Ministerialrat befördert. Als solcher war er 1929 Universitätskurator an der Philipps-Universität Marburg und 1933/34 Universitätskurator an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. In dieser Funktion war er direkter Vertreter des Ministeriums an der jeweiligen Universität.

Von 1935 bis 1944 war Klingelhöfer Ministerialrat im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung mit der Zuständigkeit für Haushalts-, Rechnungs- und Verwaltungsangelegenheiten. 1944 wurde er nach längerer Krankheit in den Ruhestand versetzt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er als Beamter reaktiviert und war von 1946 bis 1951 Universitätskurator an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Klingelhöfer starb im März 1951 im Alter von 63 Jahren in Falkenstein im Taunus.

Literatur Michael Grüttner: Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik (= Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte. Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 91. Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 312.

Weblinks Paul Klingelhöfer auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien

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