mini|Hundesechstel von 1822, Rückseite (AKS S. 226, Nr. 26)
Hundesechstel ist eine volkstümliche, im Raum um Berlin entstandene Spottbezeichnung für das im Jahr 1822 unter der Regierung König Friedrich Wilhelms III. geprägte preußische Sechsteltaler-Stück. Die Gestaltung der Silbermünze gab Anlass zum Spott. Sie wurde deshalb ab 1823 verändert geprägt.
Erklärung Der Taler mit dem Münzzeichen A der Königlichen Münze Berlin war der erste, der nach dem Münzfuß von 1821 geprägt wurde. Die Rückseite zeigte das bekrönte Wappen Preußens, aufliegend auf der Collane des Schwarzen Adlerordens, wobei der Wappenschild die oberen zwei Ringe der Ordenskette halb verdeckte. Dadurch ähnelten diese Ringe zwei sich zu beiden Seiten der Krone gegenüberstehenden kleinen Hunden. Der preußische Staat änderte deshalb den Rückseitenstempel, sodass auf den neuen Ausprägungen von 1823 die oberen Ringe der Ordenskette durch Herunterrücken des Wappens vollständig sichtbar wurden und die vermeintlichen Hunde verschwanden.Helmut Kahnt: Das große Münzlexikon von A bis Z., 2005, S. 200.Heinz Fengler: transpress Lexikon Numismatik, 1976, S. 125.Friedrich von Schrötter (Hrsg.): Wörterbuch der Münzkunde. 1970, Nachdruck von 1930, S. 276.
Der Taler hat einen Wert von vier Groschen, besteht aus Silber und wiegt 5,345 g bei einem Feingewicht von 2,784 g und einem Feingehalt von 520,83 .AKS S. 226, Nr. 26
Literatur Helmut Kahnt: Das große Münzlexikon von A bis Z. Regenstauf 2005. Heinz Fengler, Gerd Gierow, Willy Unger: transpress Lexikon Numismatik. Berlin 1976. Friedrich von Schrötter (Hrsg.) mit N. Bauer, K. Regling, A. Suhle, R. Vasmer, J. Wilcke: Wörterbuch der Münzkunde. de Gruyter, Berlin 1970 (Nachdruck der Originalausgabe von 1930).
Einzelnachweise
Kategorie:Deutsche Münze Kategorie:Silbermünze Kategorie:Historische Währungseinheit (Deutschland) Kategorie:Königreich Preußen Kategorie:Scherzwort Kategorie:Hund in der Kultur