Die Stein-Mosaikschwanzratte (Paramelomys steini) ist ein seltenes Nagetier in der Unterfamilie der Altweltmäuse. Das Taxon ist nur von sechs Exemplaren bekannt, die in den 1930er Jahren in einem kleinen Gebiet im indonesischen Teil von Neuguinea gefunden wurden. Die Erstbeschreibung erfolgte als Unterart der Monckton-Mosaikschwanzratte (Paramelomys moncktoni), die zu dieser Zeit noch zur Gattung Mosaikschwanzratten (Melomys) zählte. Verschiedene Abhandlungen betrachteten die Population als Synonym der Berg-Mosaikschwanzratte. Das Tier ist nach dem deutschen Zoologen Georg H. W. Stein benannt.

Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 124 bis 131 mm und einer Schwanzlänge von etwa 128 mm hat die Art etwa dieselbe Statur wie die Berg-Mosaikschwanzratte. Gewichtsangaben fehlen, die Hinterfüße sind 26 bis 28 mm lang und die Ohren erreichen etwa 19 mm Länge. Die meisten Maße sind leicht größer als bei der Berg-Mosaikschwanzratte, nur die Hinterfüße sind etwas kürzer und schmaler. Die Berg-Mosaikschwanzratte kommt auch im Flachland vor, während diese Art nur im Gebirge lebt. Auf dem Schwanz ist an jeder Schuppe ein Haar vorhanden.

Verbreitung und Lebensweise Diese Nagetier ist auf Höhen zwischen 2000 und 2600 Meter Höhe im Wayland-Bergland beschränkt. Die genaue Größe des Verbreitungsgebiets ist nicht bekannt. Die Funde stammen aus Wäldern. Aufgrund der Körperform und den Kenntnissen von anderen Gattungsmitgliedern wird eine bodenbewohnende Lebensweise angenommen. Zur Nahrungswahl und zur Fortpflanzung liegen keine Informationen vor.

Gefährdung Die im Tiefland vorkommen Waldrodungen könnten sich auf die Gebirge ausweiten. Da die Populationsgröße unbekannt ist und Informationen zu den Bedürfnissen der Art fehlen wird die Stein-Mosaikschwanzratte von der IUCN mit unzureichende Datenlage (data deficient) gelistet.

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Einzelnachweise

Kategorie:Langschwanzmäuse Kategorie:Endemisches Tier Neuguineas