William Edward Hordern (* 8. September 1920 bei Dundurn, Saskatchewan; † 9. November 2014 in Saskatchewan) war ein kanadischer Theologe und Hochschullehrer. Er lehrte unter anderem als Professor am Lutheran Theological Seminary in Saskatoon und leitete dieses von 1966 bis 1985 als Hochschulpräsident.
Biographie Hordern wurde auf einer Farm nahe Dundurn in Saskatchewan geboren. Nach seinem Abschluss an der örtlichen Highschool studierte er an der Universität von Saskatchewan und später Evangelische Theologie am St. Andrew’s College in Saskatoon, wo er 1945 den Abschluss als Bachelor of Divinity machte. Bereits 1943 war er durch die United Church of Canada zum Pfarramt ordiniert worden hatte schon während seines Studiums die Pfarrstelle der Pfarrei Marsden-Neilburg inne. Nach seinem Abschluss setzte er seine theologischen Studien am Union Theological Seminary fort, wo er 1946 mit einer Arbeit über das Social Gospel den Grad eines Master of Sacred Theology erlangte. Er war danach Assistent bei Paul Tillich, unter dessen Einfluss er zur lutherischen Kirche übertrat, und bei Reinhold Niebuhr, der auch seine Promotion betreute. Diese schloss er 1951 mit einer Arbeit über Marxsches und christliches Geschichtsverständnis ab.
Anschließend lehrte Hordern am Swarthmore College bei Philadelphia und am Garrett-Evangelical Theological Seminary in Evanston. 1962 wurde er als Pfarrer der Amerikanischen Lutherischen Kirche ordiniert. Vier Jahre später ereilte ihn der Ruf an das neugegründete Lutheran Theological Seminary Saskatoon in seiner Heimat Saskatchewan, um dessen erster Präsident zu werden. Er folgte diesem Ruf und übernahm neben der Präsidentschaft des Seminars auch noch die dortige Professur für Systematische Theologie. Im selben Jahr wurde er auch zum Präsidenten der American Academy of Religion gewählt. Rufe an das Wartburg Seminary und die Lutheran School of Theology at Chicago lehnte er ab. In seine Amtszeit als Präsident des Seminars fiel der Aufbau eines Fachbereichs für Religionswissenschaften an der Universität von Saskatchewan in Kooperation mit den örtlichen theologischen Seminaren. Nach fast zwanzig Jahren Lehre trat Hordern 1985 in den Ruhestand.
Hordern heiratete 1944 die Lehrerin Marjorie Joyce, mit der er drei Kinder hatte. Er war im politischen Bereich Unterstützer der Neuen Demokratischen Partei und im sportlichen Anhänger der Saskatchewan Roughriders. Hordern starb am 9. November 2014 und wurde in seiner Heimatstadt Dundurn begraben.
Schriften Hordern verfasste neben einigen Büchern auch eine große Zahl von Aufsätzen und Beiträgen zu theologischen Fachzeitschriften. Er war auch als Herausgeber tätig.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Hochschullehrer (Lutheran Theological Seminary Saskatoon) Kategorie:Hochschullehrer (Evanston, Illinois) Kategorie:Hochschullehrer (Swarthmore) Kategorie:Systematischer Theologe Kategorie:Lutherischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Geistlicher der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada Kategorie:Geistlicher der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Kanada Kategorie:Geistlicher der Amerikanischen Lutherischen Kirche (1960) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Mann