Johannes Borgehl (* 21. November 1640 in Lübeck; † 21. Dezember 1681 ebenda) war ein deutscher Mediziner.

Leben Johannes Borgehl war ein Sohn des gleichnamigen Lübecker Kaufmanns Johannes Borgehl († 1651) und dessen Frau Anna, geb. Schröder.Lebensstationen im Wesentlichen nach Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubencenses. Band 3, Lübeck 1721 (Digitalisat), S. 193f Er besuchte das Katharineum zu Lübeck und begann im Juli 1660 ein Philosophie- und Theologie-Studium an der Universität Wittenberg.Fritz Juntke (Bearb.): Album Academiae Vitebergensis. Teil 2/1: 1660–1710 (= Arbeiten aus der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle a. d. Saale Bd. 1), Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Halle/S. 1952, S. 30 Bald wandte er sich der Medizin zu und wechselte an die Universität Jena. 1664 ging er an die Universität Leiden, um bei Franciscus Sylvius zu studieren.

Es folgte eine Studienreise nach Frankreich und an die Universität Padua, wo er die damals bedeutendsten Mediziner aufsuchte. In Padua wurde er zum Dr. med. promoviert

Im Juli 1666 kehrte er nach Lübeck zurück und begann seine Praxis, starb jedoch schon 1681 als Poliater, also zweiter Stadtphysikus. Abraham Hinckelmann hielt ihm bei seiner Beerdigung am 29. Dezember 1681 die Gedächtnisrede.

Johannes Borgehl war verheiratet mit Anna Elisabeth, geb. Acidalius († 1681), einer Tochter von Gottfried Acidalius. Johann Gottfried Borgehl war ein Sohn des Paares.

Werke De chirurgia. 1663

Literatur Ioannes Borgehlius, in: Johann Henrich von Seelen: Athenae Lubencenses. Band 3, Lübeck 1721 (Digitalisat), S. 193f Borgehlius (Ioannes.), in: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste., Band 4, Halle/Leipzig 1733, Sp. 732 Verzeichnis von Lübeckischen Ärzten der Vorzeit, in Neue Lübeckische Blätter 8 (1842), S. 348

Einzelnachweise

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