Matthias Schmitt (* 10. Januar 1975) ist ein deutscher Flottillenadmiral der Deutschen Marine der Bundeswehr und seit Juli 2026 stellvertretender Deutscher Militärischer Vertreter im Militärausschuss der NATO und der EU sowie Chef des Stabes der Deutschen Delegation in Brüssel.
Militärische Laufbahn Ausbildung und erste Verwendungen Schmitt trat 1994 in die Bundeswehr ein und absolvierte bis 2000 als Offizieranwärter die Ausbildung zum Marineoffizier, einschließlich Studium zum Diplomingenieur im Schiffsmaschinenbau. Hierbei war er von 1997 bis 1999 als Austauschkadett an der École navale der französischen Marine Nationale in Brest. Dem schloss sich unmittelbar eine zweijährige Verwendung als Austauschoffizier auf dem Helikopterträger Jeanne d’Arc in der französischen Schulschiff-Gruppe an. Von 2000 bis 2002 war Schmitt als II. Waffenleitoffizier und Fernmeldeoffizier auf der Fregatte Rheinland-Pfalz eingesetzt. Hiernach absolvierte er den einjährigen B-Lehrgang Operationsdienst an der Marineoperationsschule in Bremerhaven. Es folgten Verwendungen als II. und anschließend I. Schiffseinsatzoffizier (2003 bis 2005 beziehungsweise 2005 bis 2007) auf der Fregatte Lübeck. Danach absolvierte Schmitt 2007 bis 2009 den Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst national an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.
Verwendungen als Admiralstabsoffizier Die erste Verwendung als Admiralstabsoffizier führte Schmitt 2009 bis 2011 als Stabsoffizier Operations Planning an das Allied Maritime Command der NATO nach Northwood im Vereinigten Königreich. Von 2011 bis 2013 war er Erster Offizier der Fregatte Niedersachsen. Es folgte 2013 bis 2015 eine erste ministerielle Verwendung als Pressesprecher für Marine-, NATO- und EU-Angelegenheiten im Presse- und Informationsstab des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin. Von 2015 bis 2017 war Schmitt als Kommandant der Fregatte Lübeck erneut in Führungsverantwortung. Es folgten mehrere Verwendungen in multinationalen Stäben: 2017 bis 2019 als Grundsatz-Dezernent NATO-Planung und Militärpolitik im Stab des Deutschen Militärischen Vertreters in Brüssel, 2019 bis 2022 als Büroleiter des Director General des NATO International Military Staff im NATO-Hauptquartier ebenso in Brüssel und schließlich 2022 bis 2023 als Dezernatsleiter EU-Operationen und -Missionen ebenfalls im Stab des Deutschen Militärischen Vertreters der NATO und EU. Von 2023 bis 2024 kehrte Schmitt als Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders an den Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurück. Es folgten zwei ministerielle Verwendungen von September bis Oktober 2024 als Referatsleiter BMVg Planung I 4 (Bi- und multinationale Fähigkeitssteuerung, -entwicklung und Kooperationen) am Dienstsitz Bonn und nach Umgliederung des Ministeriums von November 2024 bis Juni 2026 als Referatsleiter BMVg Militärstrategie, Einsatz und Operationen II 1 (Militärpolitischen Grundlagen, internationale Interessenvertretung des Generalinspekteurs sowie strategischen Personal- und Einsatzangelegenheiten) erneut am Dienstsitz Berlin im Bendlerblock. Hier folgte er auf Oberst Ralph Christian Meyer.
Dienst als Admiral Seit Juli 2026 ist Schmitt, unter Beförderung zum Flottillenadmiral, Stellvertretender Deutscher Militärischer Vertreter im Militärausschuss der NATO und EU und Chef des Stabes der Deutschen Delegation unter Generalleutnant Wolfgang Wien. Auch hier war er Nachfolger von Meyer.
Privates Schmitt ist verheiratet und hat drei Kinder.
Siehe auch Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen Liste der Admirale der Bundeswehr
Weblinks Militärische Vita
Einzelnachweise
Kategorie:Flottillenadmiral (Marine der Bundeswehr) Kategorie:Militärperson (NATO) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Fregatten-Kommandant (Marine der Bundeswehr) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Mann