Georg Harscher (* 1. Februar 1861 in Reutles, Stadtteil von Nürnberg; † 21. November 1936 in Fürth) war ein deutscher Metallarbeiter und Gastwirt sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Leben Georg Harscher war ein Sohn des Konrad Harscher (1825–1873) und dessen Ehefrau Marie Harscher, geb. Biegel (* 1821). Als gelernter Schlosser organisierte er sich gewerkschaftlich und war vom 1. bis 6. Juni 1891 Teilnehmer am Allgemeinen Deutschen Metallarbeiter-Kongress in Frankfurt/Main. Als Installateur bei den Gaswerken Fürth wurde er 1895 Beisitzer beim Gewerbegericht Fürth, das beim Magistrat der Stadt Fürth eingerichtet war. Er trat in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ein und wurde 1903 in den Magistrat der Stadt Fürth gewählt. Dieses Amt füllte er bis 1919 aus. In dieser Zeit erhielt er 1907 ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er wurde gewählt im Wahlkreis Fürth und blieb bis 1911 in dem Parlament, in dem er in verschiedenen Ausschüssen arbeitete. Von 1914 bis 1928 war er Mitglied des Bezirkstages (Landrat bzw. Kreistag).
Neben der Politik betätigte sich Harscher als Gastwirt und führte in Fürth die Gaststätten Kristallpalast, Zum Landgericht und Leistlein.
Familie Er war verheiratet mit Katharina Harscher, geb. Rauscher. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor: Wilhelm (1888– 1915), Karl August (1891–1915), Elise (1894–1970), Fritz (1898–1954) und Martin (1901–1977, Stadtverordneter in Fürth). Ein Kind starb im frühen Kindesalter, das andere wurde tot geboren.
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 20. Wahlperiode)
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Einzelnachweise
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