Liselotte von Crailsheim (geboren als Liselotte Horstkotte, auch Else Liselotte Browers; * 24. Juni 1926 in Bielefeld; † Oktober 2007) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.
Leben Liselotte von Crailsheim wurde am 24. Juni 1926 im damals preußischen Bielefeld als Liselotte Horstkotte geboren. Zunächst absolvierte sie eine Lehre zur Keramikmalerin. Diesem schloss sich ein Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Bielefeld an, während dem sie sich vor allem auf Textilmalerei spezialisierte. Sie ging nach München und nahm ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste auf. Dort gehörte Charles Crodel zu ihren Lehrern.Ulla Heise: Crailsheim, Liselotte von. In: Allgemeines Künstlerlexikon Nachtragsband V (2013). S. 395.
In München belegte sie außerdem privaten Unterricht bei Heinrich Kropp. Nach dem Ende ihres Studiums zog die Künstlerin zunächst ins österreichische Salzburg, wo sie als Dozentin bei den Seminaren für Farbe und Umwelt wirkte. Später lebte sie wieder in München, wo ab 1968 Einzelausstellungen von ihr nachweisbar sind. In München lernte sie Anfang der 1970er Jahre ihren späteren Mann Berthold von Crailsheim kennen, der als Künstler und Kunsterzieher im Fränkischen wirkte.
Zunächst zog das Paar ins Schloss Altenschönbach, später ließen sie sich im Schloss Fröhstockheim bei Rödelsee nieder. Das Ehepaar engagierte sich in der Kunsttherapie. Es folgten Aufenthalte in der Toskana, während der sie Mal- und Zeichenunterricht gibt. Liselotte von Crailsheim starb im Oktober 2007 mit 81 Jahren und wurde in Bielefeld beigesetzt.Main-Post: Erinnerung an Liselotte von Crailsheim, abgerufen am 23. August 2026.
Kunstwerke (Auswahl) Die Arbeiten von Crailsheims sind vielfältig. Erhalten haben sich Gemälde, Grafiken, Freskoarbeiten, Textilien und Keramiken. Dabei kann einigen abstrakten Stücken eine Nähe zum Informel bescheinigt werden. Ihr Hauptwerk besteht aus Fresken und Gemälden in fränkischen Kirchen, die von den Arbeiten ihres Münchner Lehrers Charles Crodel geprägt sind. Als Grafikarbeiten können auch Etiketten für Frankenwein nachgewiesen werden. Ihre Werke werden auch posthum ausgestellt.
Werke in Kirchen 1993, Gemälde Johannes der Täufer, St. Johannes Castell 1999, Gemälde Johannes der Täufer, Evangelische Kirche Rehweiler Drei Heiligengemälde, St. Laurentius Fröhstockheim St. Maria de Rosario Gerolzhofen Stadtpfarrkirche Kitzingen Katholische Bartholomäuskirche Rödelsee 2001, Gemälde Matthäus, Evangelische Kirche RehweilerKirche Rehweiler-Füttersee: 20 Jahre Matthäus-Bild und kleine Ausstellung, abgerufen am 23. August 2026.
Einzelausstellungen 2008, Historisches Pfarrhaus, Wiesentheid 2025, Kirchen in Rödelsee/FröhstockheimJuliane von Crailsheim: Ich male, weil ich nicht fliege, Main-Post (2025), abgerufen am 23. August 2026.
Publikationen mit Anna-Christie Warnke, Heinrich Probst: Das Bogenhausener Modell. Kinder und Eltern in der Gruppe. Kindler, München 1974. mit Heinrich Frieling: Farbe. Bekenntnisse und Erkenntnisse. Göttingen 1980.
Literatur Ulla Heise: Crailsheim, Liselotte von. In: Allgemeines Künstlerlexikon Nachtragsband V (2013). S. 395.
Einzelnachweise
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