mini|hochkant=0.7|Gellert-Denkmal (2014) Das Gellert-Denkmal in der Lenné-Anlage in Leipzig ist dem Dichter und Philosophen Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769) gewidmet, der in Leipzig lebte und lehrte. Es ist die Nachbildung eines Originals von Adam Friedrich Oeser (1717–1799) und steht unter Denkmalschutz.
Standort und Gestalt Das Gellert-Denkmal steht im Südteil des Promenadenrings westlich der Universitätsstraße in der 1857 von Peter Joseph Lenné (1789–1866) entworfenen Anlage.
Den Sockel des Denkmals bildet ein quadratischer Unterbau mit einem Lorbeerkranz, auf dem ein kannelierter Säulenstumpf aus Marmor steht, im Original war es Sandstein. Auf einer auf der Säule befindlichen Urne ruhen zwei trauernde Putti. Ein dritter umkränzt an der Säule ein Medaillon mit dem Bildnis Gellerts mit einer Girlande. Urne und Putti sind ebenfalls aus Marmor. Auf der Rückseite steht die Inschrift MEMORIAE C. F. GELLERT Sacrum (Ehrendes Gedenken an C. F. Gellert). Die Gesamthöhe des Denkmals beträgt 3,75 Meter.
Geschichte mini|hochkant=0.55|Gellert-Denkmal auf dem Schneckenberg (um 1850) Fünf Jahre nach Gellerts Tod gab sein Verleger Johann Wendler (1713–1799) beim Direktor der Leipziger Zeichenakademie Adam Friedrich Oeser ein Gellert-Denkmal in Auftrag. Den Oeserschen Entwurf setzte sein Schüler, der Bildhauer Friedrich Samuel Schlegel (1732–1800), um. Das Denkmal wurde zunächst in Wendlers Garten an der Johannisgasse aufgestellt. Nach Wendlers Tod erhielt 1799 die Universität das Denkmal und stellte es im Burscherschen Garten des Paulinums auf.
1842 schenkte es die Universität der Stadt Leipzig, die es auf dem südlich des Augustusplatzes gelegenen Schneckenberg aufstellen ließ. Als 1864 der Schneckenberg für den Bau des Neuen Theaters abgetragen wurde, musste auch das Gellert-Denkmal weichen. Beim Abbau wurde es zerstört. Nur das Medaillon konnte gerettet werden und kam ins Stadtgeschichtliche Museum.
In Vorbereitung der 500-Jahr-Feier der Universität im Jahr 1909 beabsichtigte die Stadt die Wiederherstellung des Gellert-DenkmalsGeheimtipp Leipzig und beauftragte den Bildhauer Max Lange (1868–1947). Dieser rekonstruierte es nach alten Zeichnungen und Modellen, zum Beispiel dem heute im Grassimuseum ausgestellten aus Meissner Porzellan aus den 1770er Jahren. Die Ausführung übernahmen der Bildhauer August Schmiemann (1869–1918) und der Steinmetzmeister Carl Laux. Finanziert wurde es aus Mitteln der Stiftung für die Stadt Leipzig.Leipzig-Lese und im Frühjahr 1909 am oben beschriebenen Platz aufgestellt.
Literatur Christa Maria Dreißiger: Gellert-Denkmal. In: Markus Cottin, Gina Klank, Karl-Heinz Kretzschmar, Dieter Kürschner, Ilona Petzold: Leipziger Denkmale. Sax-Verlag Beucha 1998, ISBN 3-930076-71-3, Band 1 S. 22
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