mini|hochkant|St. Andreas in Walbeck, Turm mini|hochkant|Kanzelaltar mini|hochkant|Orgelprospekt Die evangelische Kirche St. Andreas ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Walbeck von Hettstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich St. Jakobi (Hettstedt) im Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.Informationen zur Kirche St. Andreas auf der Website der Kirchengemeinde

Geschichte und Architektur Der Vorgänger der heutigen Kirche gehörte bis zu dessen Auflösung zum Kloster Walbeck. Sie wurde nach Säkularisierung der Klostergebäude und Errichtung des Schlosses Walbeck als Schlosskirche nach einer Inschrift im Jahr 1656 erbaut. Das abseits des Dorfes über dem Talhang westlich des Schlosses gelegene Bauwerk ist ein Saalbau aus Bruchstein mit doppelten Fensterreihen und westlichem Dachturm mit Haube und Laterne. Im Innern schließt eine Balkendecke das Bauwerk ab; eine bis an die Ostwand geführte Hufeisenempore umgibt den Raum. Sie ist im Westen zweigeschossig gebildet, auf der Südempore befindet sich die Patronatsloge.

Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 65167 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt eingetragen.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein reich geschnitzter Altaraufsatz vom Ende des 17. Jahrhunderts; in die Rundbogenrahmung für das ehemalige Altarblatt wurde 1937 der Kanzelkorb nachträglich eingefügt.

Seitlich sind zwei gedrehte, von Putti bekrönte Säulen mit Weinlaub und Akanthuswangen angeordnet. In der Predella befindet sich ein gemaltes Abendmahlsbild, im Aufsatz ein Tondo mit Darstellung der Beweinung, darüber die Figur des auferstehenden Christus. Das ehemalige Hauptbild mit der Gethsemaneszene befindet sich auf der Empore. Die Taufe aus Sandstein stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert und besteht aus einer geriefelten runden Kuppa auf einem modernen Bruchsteinpfeiler.

Zur Orgel ist nichts Näheres bekannt; das vorhandene Bild lässt ein einmanualiges Instrument vermuten.

Umgebung Auf dem Friedhof sind mehrere barocke Figuren- und Inschriftgrabsteine aus den Jahren 1710–1760 erhalten. Vor der Kirche befindet sich eine lebensgroße klassizistische Bronzestatue einer Frau, die ursprünglich auf dem Sockel südlich des Mausoleums stand.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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