mini|Zeitgenössisches Porträt von Francisco de Lucena Francisco de Lucena (* um 1578 in Vila Viçosa; † 28. April 1643 in Lissabon) war ein portugiesischer Adliger und Staatsmann. Er amtierte von 1641 bis 1642 als Staatssekretär (Secretário de Estado) Portugals nach der Erlangung der Unabhängigkeit von Spanien.
Leben und Wirken Lucena, Sohn des Juristen Afonso de Lucena, verbrachte während der Iberischen Union ab 1614 siebzehn Jahre als Sekretär des Kronrates in Madrid. Nach der portugiesischen Revolution vom 1. Dezember 1640 ernannte ihn der neue König Johann IV. am 31. Januar 1641 zum Staatssekretär. Sein Amt umfasste sämtliche Angelegenheiten der Krone in Frieden wie im Krieg.
Durch seine frühere Nähe zu Spanien und seinen strengen, kompromisslosen Regierungsstil zog Lucena rasch die Feindschaft der Jesuiten sowie hochrangiger Militärs auf sich. Im Jahr 1642 wurde er wegen einer eigentlich vom König genehmigten Korrespondenz über den Austausch seines in Spanien gefangenen Sohnes verhaftet, zunächst jedoch nicht verurteilt. Beim Transport in das Limoeiro-Gefängnis entging er nur knapp einer wütenden Menschenmenge. Kurz darauf wurde ihm im Zuge einer Verschwörung vorgeworfen, die Festung Santa Luzia bei Elvas an Spanien ausliefern zu wollen. Am 23. April 1643 wurde er wegen Majestätsbeleidigung, Rebellion und Verrats zum Tode verurteilt und am 28. April 1643 in Lissabon öffentlich enthauptet.
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