Blacky, Lovely und der ganze Bullshit (englischer Originaltitel Nukkin Ya) ist ein Jugendroman des australischen Schriftstellers Phillip Gwynne, der im Jahr 2000 beim Penguin Verlag veröffentlicht wurde. Die deutsche Erstausgabe in der Übersetzung von Cornelia Krutz-Arnold erschien 2003 beim Verlag Sauerländer. Das Buch ist die Fortsetzung des Romans Wir Goonyas, ihr Nungas (englischer Originaltitel Deadly, Unna?, 1998).
Inhalt Der 15-jährige Gary Black, genannt Blacky, lebt zusammen mit seinen sechs Geschwistern, seiner Mutter und seinem Vater in einem Küstenort in Südaustralien. Seitdem der Kneipenbesitzer Big Mäc Dumby Red erschossen hat, meiden sowohl die sonst im Sommer zahlreichen Camper als auch die Aborigines, genannt Nungas, Blackys Kaff. Es gibt mehrere Ideen, wie der Küstenort wieder attraktiv gemacht werden soll. Die Dorfbewohner einigen sich darauf, eine alte Ketsch auf Vordermann zu bringen und hoffen, mit diesem Schiff als Touristenattraktion den Ort vor dem Aussterben zu bewahren. Der Ladenbesitzer und frühere Coach Arks verfolgt einen anderen Plan: Er möchte die aufgelöste Australian-Football-Mannschaft wiederbeleben und so dafür sorgen, dass die Nungas wieder zurück ins Dorf kommen. Um dafür genügend Spieler aufzutreiben, bittet Arks Blacky, bei den Aborigines für dieses Vorhaben Werbung zu machen.
Auf Blacky ist Arks deshalb gekommen, weil sich dieser vor kurzem Hals über Kopf in Dumbys Schwester Clarence verliebt hat. Doch gegen diese Beziehung zwischen einer Nunga und einem Goonya, wie die weiße Bevölkerung genannt wird, gibt es jede Menge Vorbehalte. Clarences Cousin Lovely droht Blacky gar an, ihn windelweich zu prügeln, sollte er seine Finger nicht von dem Mädchen lassen. Da Blacky diese Warnung jedoch ignoriert, schlägt ihn Lovely eines Tages tatsächlich krankenhausreif.
Blackys Vater und mehrere weitere Dorfbewohner haben in der Zwischenzeit das marode Segelschiff in unzähligen Stunden und mühsamer Arbeit restauriert. Die renovierte Ketsch wird unter großem Applaus und vor zahlreichem Publikum zu Wasser gelassen. Auch Blacky hat bei der Arbeit am Schiff mitgeholfen und dabei ein bisher ungewohntes Naheverhältnis zu seinem alkoholkranken Vater aufgebaut. Diese Vater-Sohn-Beziehung bricht allerdings je zusammen, als Blacky herausfindet, dass sein Vater eine Affäre mit einer Nunga-Frau hat und seine Mutter hintergeht.
Blacky sinnt auf Rache: Als die Ketch durch Brandstiftung in Flammen aufgeht, bezichtigt er gegenüber der Polizei, Lovely vom Tatort flüchten gesehen zu haben. Es kommt zum Prozess und Blacky muss vor Gericht seine Aussage bezeugen. Er widerruft diese jedoch und gesteht, die Ketsch selbst in Brand gesteckt zu haben. Das ist jedoch nicht die ganze Wahrheit, denn neben Blacky war an dieser Tat auch noch sein Freund Pickles beteiligt, den er im Prozess jedoch mit keinem Wort erwähnt.
Blacky ist ab diesem Zeitpunkt ein Geächteter in seinem Dorf. Da außerdem einer seiner wenigen Freunde, der alte Darcy, vor einiger Zeit gestorben ist, hält ihn nichts mehr im Dorf und er beschließt, nach Adelaide zu ziehen. Was ihn dort erwartet, weiß Blacky nicht genau – er möchte dort jedenfalls Clarence auf der Uni besuchen, die in Adelaide ein Kunst-Stipendium erhalten hat.
Hintergrund In der Danksagung zum Buch bedankt sich der Autor bei Malcolm und Marilyn, „dem echten Blacky und der echten Clarence im wirklichen Leben“.
Rezeption Petra Hartlieb schreibt in der Frankfurter Rundschau, dass es dem australischen Autor gelinge, ‚eine Liebesgeschichte zu schreiben, die spannend ist, ohne dabei die Probleme des Protagonisten zu bagatellisieren‘. Hartlieb gefällt weiters, dass ‚das Leben in armen und gewalttätigen Verhältnissen nicht romantisiert werde‘.
Referenzen Das erste Buch des Zweiteilers über Blacky, Wir Goonyas, ihr Nungas, ist in dem literarischen Nachschlagewerk 1001 Kinder- und Jugendbücher – Lies uns, bevor Du erwachsen bist! für die Altersstufe 12+ Jahre enthalten.
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