Zoran Mirković (; * 21. September 1971 in Belgrad, SR Serbien) ist ein ehemaliger jugoslawischer Fußballspieler und aktueller ‑trainer. Der rechte Abwehrspieler nahm mit der jugoslawischen Fußballnationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 1998 teil. Auf Vereinsebene wurde er drei Mal mit Partizan Belgrad und ein Mal mit Fenerbahçe Istanbul nationaler Meister.
Karriere Verein Zoran Mirković begann seine Karriere 1990 bei FK Radnički Svilajnac. Anschließend spielte er drei Jahre lang beim FK Rad, bevor er von Partizan Belgrad verpflichtet wurde. Mit seinem neuen Team gewann er zwei jugoslawische Meisterschaften und ein Mal den nationalen Pokal. Auch während der Jugoslawienkriege blieb er dem Verein treu.
1996 wechselte er nach Italien zu Atalanta Bergamo. In seinem ersten Spiel in der Serie A erlitt er eine Verletzung und fiel drei Monate aus. Nachdem er zwei Jahre lang als Verteidiger gespielt hatte, wurde er von Trainer Marcello Lippi zu Juventus Turin geholt. Unter Lippi spielte er 19 Spiele in der Serie A und erzielte einen Treffer. Als Carlo Ancelotti den Trainerposten übernahm, verlor er seinen Stammplatz im Team und spielte hauptsächlich in der Coppa Italia.
Im Sommer 2000 unterzeichnete er einen Vertrag für drei Jahre bei Fenerbahçe Istanbul. In seiner ersten Saison gewann er die türkische Meisterschaft und erreichte das Pokalfinale. In seiner zweiten Saison spielte er in der UEFA Champions League und wurde in der Liga Vizemeister. Im Januar 2004 kehrte er nach sechs Monaten, in denen er nicht eingesetzt worden war, zu Partizan Belgrad zurück und unterzeichnete einen Vertrag für zweieinhalb Jahre. Am 6. März 2006 erklärte er seinen Rücktritt aufgrund einer wiederholten Rückenverletzung.
Nationalmannschaft Mirković debütierte im Januar 1995 für die jugoslawische Nationalmannschaft bei einem Freundschaftsspiel gegen Hongkong. Drei Jahre später stand er im Kader für die Weltmeisterschaft 1998 und kam in zwei Spielen zum Einsatz. Jugoslawien kam als Gruppenzweiter ins Achtelfinale und schied dort gegen die Niederlande aus. Im letzten Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2000 qualifizierte sich die BR Jugoslawien durch ein 2:2-Unentschieden beim Balkanrivalen Kroatien für das Endturnier. In der 40. Spielminute erhielt Mirković die Rote Karte und wurde anschließend für drei Spiele gesperrt. Dadurch verpasste er die Europameisterschaft 2000.
Im Juni 2003 absolvierte Mirković sein letztes Länderspiel für die seit Oktober 2002 unter dem Namen Serbien-Montenegro spielende Mannschaft in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 gegen Aserbaidschan. Die 1:2-Niederlage gegen den Außenseiter war ein Tiefpunkt der Nationalmannschaft und es wurde ein neues Team mit jungen Spielern aufgebaut. Insgesamt lief Mirković 59 Mal für die Nationalmannschaft auf.
Trainer Bevor Mirković seine Karriere als Trainer begann, war er von April bis Dezember 2007 Sportdirektor des serbischen Fußballverbandes. Im August 2008 wurde er zum Vizepräsidenten von Partizan Belgrad gewählt. Ein Jahr später gab er jedoch seine Kandidatur auf, nachdem der Klub in den Qualifikationsrunden der UEFA Champions League 2009/10 frühzeitig ausgeschieden war.
Mirković begann seine Trainerkarriere als Co-Trainer beim FK Sinđelić Beograd im Jahr 2015 und übernahm im Juli desselben Jahres den Cheftrainerposten. Im Februar 2016 wurde er zum Co-Trainer von Ljubiša Tumbaković in der montenegrinischen Nationalmannschaft ernannt. Er blieb in diesem Amt bis zum 4. August 2018, als er Miroslav Đukić als Trainer bei Partizan ersetzte. Im März 2019 trat er zurück.
Im Juli 2025 wurde er Trainer der serbischen U-21-Nationalmannschaft. Im Oktober desselben Jahres übernahm er interimsweise das Amt des Nationaltrainers, nachdem Dragan Stojković vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Andorra zurückgetreten war.
Erfolge Partizan Belgrad Jugoslawischer Meister: 1992/93, 1995/96, 2004/05 Jugoslawischer Pokalsieger: 1993/94
Juventus Turin UEFA-Intertoto-Cup-Sieger: 1999
Fenerbahçe Istanbul Türkischer Meister: 2000/01
Privates Im Mai 2013 heiratete er Sanela Šaulić, Tochter des Sängers Šaban Šaulić. Somit ist er Stiefvater des Fußballspielers Luka Adžić.
Weblinks
Zoran Mirković auf der Seite des serbischen Fußballverbands
Einzelnachweise
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