Landl ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Norden der Steiermark im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen.

Geografie Die Ortschaften liegen im Landltal, im Gebiet der Mündung der Salza in die Enns, an den Füßen der Hochschwabgruppe im Osten und den Ennstaler und Eisenerzer Alpen, Teile des Gemeindegebiets im Norden auch in den Ybbstaler Alpen: Beim Ort Großreifling stoßen die drei Gebirgsgruppen aneinander.

Gemeindegliederung Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie seit 2015 mit den Gemeinden Gams bei Hieflau, Palfau und der (im Bezirk Leoben liegenden) Gemeinde Hieflau zusammengeschlossen,Steiermärkische Gemeindestrukturreform. die neue Gemeinde führt den Namen Landl weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz (StGsrG).§ 4 Absatz 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014, Nr. 31, Jahrgang 2014, , S. 4.

Die Grenzen der Bezirke Liezen und Leoben wurden so geändert, dass die neue Gemeinde vollständig im Bezirk Liezen liegt.Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. Juli 2014, mit der die Steiermärkische Bezirkshauptmannschaftenverordnung geändert wird. Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 10. September 2014, Nr. 99 Jahrgang 2014, .

Die Gemeinde besteht aus sechs Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Gams () Hieflau () Jassingau () Krippau () Landl () Palfau ()

Das Gemeindegebiet gliedert sich in neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Nachbargemeinden Zwei der acht Nachbargemeinden liegen im Bezirk Leoben (LN), je eine in den niederösterreichischen Bezirken Amstetten (AM) bzw. Scheibbs (SB).

Klima

Geschichte mini|Pfarrkirche Landl mini|Pfarrkirche Hieflau mini|Pfarrkirche Gams bei Hieflau mini|Pfarrkirche Palfau Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1422 als Länntlein (Landl). Bereits im Jahr 1273 wird die Kirche St. Bartholomä genannt. Der Ortsteil Gams ist vermutlich slawischen Ursprungs und wird 1139 als Gemze (steinige Gegend) erwähnt. Palfau scheint erstmals als Palfawe im Jahr 1280 in einer Urkunde auf.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Katholische Pfarrkirche Gams bei Hieflau hl. Josef Katholische Pfarrkirche Hieflau hl. Johannes der Täufer Katholische Pfarrkirche Landl hl. Bartholomäus mit Friedhof Katholische Pfarrkirche Palfau Allerheiligen mit Friedhof Katholische Filialkirche Großreifling hl. Nikolaus, Alter Kasten Großreifling, Forstmuseum Silvanum Kapelle Wandau und Soldatenfriedhof Wandau Reste des Großreiflinger Rechens und Hieflauer Rechens Radstatthof in Mooslandl

Wirtschaft und Infrastruktur Neben landwirtschaftlichen Betrieben und einigen Gewerbebetrieben zählt auch der Tourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle der Ortschaften in Landl. Diverse Aktivitäten wie zum Beispiel Wanderungen, Radtouren, Bergsteigen oder Rafting auf Enns und Salza ziehen Gäste an und sorgen so für Umsätze in der Gastronomie und bei den Beherbergungsbetrieben.

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Altenmarkt bei St. Gallen, Ardning, Admont und St. Gallen den Tourismusverband „Alpenregion Nationalpark Gesäuse“ mit Sitz in Admont.Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück, Nr. 297, , S. 623.

Feuerwehren und Musikkapellen, Musikverein In der Gemeinde gibt es seit der Zusammenlegung 8. Freiwillige Feuerwehreren; FF Gams, FF Gamsforst, FF Großreifling, FF Hieflau, FF Kirchenlandl, FF Krautgraben, FF Mooslandl, FF Palfau und 2. Musikkapellen und einen Musikverein: die Musikkapelle Gams, der Musikverein Palfau und die Feuerwehr Musikkapelle Großreifling.

Verkehr Die Dienstbahnhöfe Großreifling und Landl sowie der noch am Wochenende von zwei Zugpaaren bediente Bahnhof Hieflau liegen an der Rudolfsbahn, an letzterem endet die Erzbergbahn.

Politik Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen hatte der Gemeinderat folgende Verteilungen 2000: 8 SPÖ, 6 ÖVP und 1 FPÖ 2005: 12 SPÖ und 3 ÖVP 2010: 10 SPÖ, 3 ÖVP und 2 FPÖ 2015: 10 SPÖ, 3 FPÖ und 2 ÖVP 2020: 11 SPÖ und 4 ÖVP Seit der Gemeinderatswahl 2025 in der Steiermark hat der Gemeinderat folgende Verteilung:

10 SPÖ, 3 ÖVP und 2 FPÖ

Bürgermeister

? –1976: Julius Kripl (SPÖ) 1975–1985: Samuel Galbicsek (SPÖ) 1985–2000: Franz Huber (SPÖ) 2000–2005: Peter Höbenreich (SPÖ) seit 2005: Bernhard Moser (SPÖ)

Wappen

150px|links Als Folge der Gemeindezusammenlegung sind alle Gemeindewappen seit 2015 nicht mehr gültig. Das ehemalige Wappen von Landl wurde der Fusionsgemeinde von der Steiermärkischen Landesregierung mit Wirkung vom 1. Juli 2025 wieder verliehen. Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet: „Im durch einen erniedrigten und geschmälerten schmalen silbernen Wellenbalken von Grün zu Blau geteilten Schild oben der wachsende Steirische Panther, unten im Schildfuß ein silberner dreispitziger Berg, schräggekreuzt belegt mit schwarzem Hammer und schwarzer Hacke.“

Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde Samuel Galbicsek († 2019), Alt-Bürgermeister von Landl

Söhne und Töchter der Gemeinde

Valentin Abel (nach 1500–1575), Benediktiner, Abt des Stiftes Admont 1545–1568 Christian Stangl (* 1966), Alpinist

Weblinks

Steiermark360, 360°-Panorama Landl (Luftaufnahme)

Einzelnachweise

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