Der Sportclub Kriens ist ein Schweizer Fussballverein aus Kriens in der Agglomeration Luzern. Der Club wurde im Jahre 1944 gegründet. Er spielt nach einem erneuten Aufstieg aus der Promotion League 2025/26 ab der Saison 2026/27 wieder in der Challenge League.
Acht Juniorenmannschaften gehören beim SC Kriens zum Bereich Spitzenfussball, die FE13, FE14, U15 und U16 bilden mit den Nachwuchsteams des FC Luzern und des FC Zug 94 das Team Innerschweiz. Die Clubfarben sind Grün/Weiss.
Geschichte Im Jahr 1920 wurde von einigen Fussballfreunden der erste Versuch unternommen, einen Fussballverein zu gründen. Mehr als sein sechsjähriges Bestehen konnte der Verein allerdings nicht feiern. Aufgrund eines Bauvorhabens wurde das Spielfeld enteignet und der Club aufgelöst.
1931 wurde der Rasensportklub Kriens ins Leben gerufen. Allerdings stand das Unterfangen wiederum unter einem schlechten Stern, da mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges das Spielfeld fortan als Kartoffelfeld dienen musste und der Sportklub zum zweiten Mal aufgelöst wurde. Ein dritter Anlauf kurz vor Ende des Krieges im Jahre 1944, die Gründung des Sportclubs Kriens, hatte dann mehr Erfolg.
mini|Ehemaliges Logo Die ersten Erfolge feierte der Verein allerdings erst rund 15 Jahre später mit dem Aufstieg in die 2. Liga. Dort verblieb man jahrelang, bis in der Saison 1971/1972 der Aufstieg in die 1. Liga gelang. Bereits zwei Saisons später schaffte der SC Kriens erstmals den Sprung in die zweithöchste Spielklasse der Schweiz – die NLB. In der Saison 1980/81 kam dann ein Rückschlag mit dem Abstieg in die 1. Liga. Dort blieb man dann die nächsten neun Jahre mit Ausnahme der Saison 1986/87 (NLB). 1990 kam die Rückkehr in die NLB, und am 12. Juni 1993 schaffte der Verein dann gar den Aufstieg in die höchste Spielklasse, die NLA. Es folgt der sofortige Wiederabstieg in die NLB. Dort verblieb man für die nächsten drei Jahre, ehe ein zweiter Aufstieg in die höchste Schweizer Liga gelang.
Die Saison 1997/98 begann mit Siegen gegen die Grasshoppers aus Zürich und andere Spitzenteams zwar erfolgreich, doch folgte in der zweiten Saisonhälfte der Einbruch. Auch dieser Höhenflug endete mit dem sofortigen Wiederabstieg. Bis zur Saison 2007/08 spielte der Verein in der Challenge League, stieg dann aber in die 1. Liga ab. In der Saison 2009/10 spielte der SC Kriens wieder in der Challenge League, nachdem das Team in der Aufstiegsrunde alle Spiele für sich hatte entscheiden können. Nach Rang 15 in der Saison 2011/12 musste der SC Kriens erneut absteigen, diesmal in die neu gegründete 1. Liga Promotion. Nach dem Abstieg aus der nun Promotion League genannten drittklassigen 2013/14 in die 1. Liga gelang dem SC Kriens ein Jahr später, am Ende der Saison 2014/15, der sofortige Wiederaufstieg zurück in die Promotion League. Am vorletzten Spieltag der Saison 2017/18 sicherte sich der SC Kriens den Wiederaufstieg in die Challenge League nach sechsjähriger Abwesenheit. Bereits neun Spieltage vor dem Ende der Saison 2021/22, am 19. März 2022, stand der erneute Abstieg des Vereins in die Promotion League fest. Trotz einem 0:0 gegen den FC Schaffhausen und somit dem ersten Punkt nach zuvor 14 Niederlagen betrug der Rückstand auf Platz neun bereits 28 Punkte, somit stieg Kriens nach vier Jahren in der Challenge League wieder ab. Nach dem Abstieg kam es zu einem grossen Umbruch in der Mannschaft und beim Staff.
Von der Saison 2022/23 bis zur Saison 2025/26 verblieb der Club in der Promotion League. Der neue Trainer ab 1. Juli 2025 Michael Winsauer schaffte auf Anhieb den erneuten Aufstieg. Somit spielt der SC Kriens ab der Saison 2026/27 wieder in der Challenge League.
Grösste Erfolge Als grösste Erfolge können die beiden Aufstiege in die oberste Spielklasse (Saisons 92/93 und 96/97) angesehen werden. Im Rahmen des SRS-Turniers in Kriens, heute Autorama-Cup genannt, besiegte der SC den deutschen Rekordmeister FC Bayern München.
Ein neuerlicher Grosserfolg für den ambitionierten Sport-Club Kriens war der erstmalige Vorstoss in die Halbfinals des Schweizer Fussball-Cups (des sogenannten Swisscom-Cup). Dort gab es am 5. April 2010 gegen den «Goliath» des Schweizer Fussballs, dem FC Basel, eine knappe 0:1-Niederlage.
Die 1. Mannschaft Kader der Saison 2026/27 Stand: 16. September 2026.Kontingentsliste auf der Website der Swiss Football League (PDF; 584 kB).Kaderliste auf der Website des SC Kriens. Profispieler des SC Kriens, die an einen anderen Club ausgeliehen sind, werden nicht aufgeführt. Nr. Nat. Spieler Im Team seit Letzter Verein Torhüter 1 Ruben Salchli 2026 BSC Young Boys 18 Patrick Zajac 2025 SC Cham 22 Tobias Mauch 2026 FC Aarau Verteidigung 3 Kevin Tröndle 2026 FC Basel 4 Manuel Fäh 2014 SC Cham 5 Mauricio Willimann 2016 FC Luzern 7 Lukas Riedmann 2022 SC Cham 14 Marvin Akahomen 2026 FC Basel 15 Enea Heiniger 2025 FC Zürich 23 Julian Hermann 2022 SC Cham 24 Lorin Jetzer 2026 BSC Young Boys 25 Yuro Bohon Diet 2026 FC Zürich 29 Daoud Touré 2026 SR Delémont Mittelfeld 8 Alejandro Willimann 2023 FC Luzern 12 Martin François 2025 SR Delémont 13 Leandro Maksutaj 2026 FC Winterthur 21 Bleron Mulliqi 2026 FC Brühl St. Gallen 26 Luca Romano 2025 FC Winterthur 27 Elo Rufener 2026 BSC Young Boys Stürmer 9 Luka Sliskovic 2024 FC Schaffhausen 11 Malek Ishuayed 2026 Servette FC 17 Albin Krasniqi 2026 FC Wacker Innsbruck 19 Rrezart Hoxha 2019 SC Cham 20 Célien Wicht 2022 SC Cham 28 Pascal Utz 2022 FC Zürich 30 Nico Siegrist 2022 SC Cham
Vorstand und Trainerstab Nat. Name Funktion Werner Baumgartner Präsident Markus Meier Geschäftsführer Yves Jöhl Sportchef Michael Winsauer Trainer Norbert Fischer Assistenztrainer Philipp Strebel Athletiktrainer Michael Lötscher Torhütertrainer Burak Kizilkaya Analyst
Ehemalige Spieler Thomas Häberli (1999–2000), Stürmer, 22 Spiele – 8 Tore Gabriel Urdaneta (2003–2004), Mittelfeldspieler, 22 Spiele – 6 Tore Claudio Lustenberger (2003–2004, 2005–2006), Verteidiger, 63 Spiele – 1 Tor Valentin Stocker (2004–2005), Mittelfeldspieler, 1 Spiel – 0 Tore Marco Schneuwly (2006–2007), Stürmer, 32 Spiele – 9 Tore
Im Laufe der Jahre schafften zahlreiche Spieler des SC Kriens den Sprung in höhere Spielklassen. Darunter befinden sich Fabio Coltorti (GC), Francisco Neri (YB), Mark Disler (FCS), Michel Renggli (GC), Thomas Häberli (YB), David Sène (heute Assistenztrainer bei Neuchâtel Xamax), Claudio Lustenberger (FCL), Gonzalo Zárate (GC) und Valentin Stocker (FC Basel).
Stadion Von 1970 bis 2017 spielte der Club im Stadion Kleinfeld, welches ein Fassungsvermögen von rund 5'100 Plätzen besass. Das Stadion wurde 2016 komplett abgerissen. Auf den Wiederaufstieg in die Challenge League wurde 2018 das Sportzentrum Kleinfeld mit 3'200 Plätzen eröffnet.
Nachwuchs Der Sportclub Kriens ist ein typischer Ausbildungsverein und hat eine der grössten Nachwuchsabteilungen der Schweiz. So wurden bereits einige namhafte Spieler hervorgebracht. Mit Fabio Coltorti, bis 2018 bei RB Leipzig unter Vertrag gewesen und mittlerweile zurückgetreten, und Valentin Stocker (momentan beim FC Basel) schafften es zwei Krienser Eigengewächse in den Kreis der Nationalmannschaft.
Breitensport Beim SC Kriens spielt der Breitensport ebenfalls eine gewichtige Rolle, wobei die Infrastruktur aus allen Nähten platzt. Dem ganzen Verein stehen neben dem Hauptfeld drei Nebenfelder und ein Allwetterplatz zur Verfügung. Dies bei 37 Mannschaften.
Weblinks Offizielle Website des SCK Eintrag auf der Verbandsseite
Einzelnachweise
Kriens
Kategorie:Vereinsgründung 1944