Antonino Lo Surdo (* 4. November 1880 in Syrakus; † 7. Juni 1949 in Rom) war ein italienischer Physiker und Geophysiker.
Leben und Wirken Lo Surdo studierte Physik an der Universität Messina. Bei dem Erdbeben von Messina im Jahr 1908 verlor er bis auf einen Bruder seine ganze Familie. Nach Abschluss des Studiums lehrte und forschte er an der Universität Messina. 1919 wechselte er an die Universität La Sapienza in Rom, wo er bis zu seinem Tod den Lehrstuhl für Physik besetzte. Er war an der Gründung des Istituto nazionale di geofisica im Jahr 1936 beteiligt und später dessen Direktor.
1913 entdeckte er unabhängig von Johannes Stark den Effekt der Verschiebung und Aufspaltung von atomaren bzw. molekularen Spektrallinien im statischen elektrischen Feld. Der Stark-Effekt wird deshalb in Italien auch Stark-Lo-Surdo-Effekt genannt. Seine Entdeckung war ein wichtiger Baustein bei der Etablierung der Quantenphysik in Italien. Neben weiteren Forschungen auf dem Gebiet der physikalischen Optik arbeitete Lo Surdo insbesondere auf den Gebieten Meteorologie, Geophysik und hier vor allem zur Seismologie.
Seit 1922 war er korrespondierendes und seit 1927 Vollmitglied der Accademia Nazionale dei Lincei. 1933 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino und zum Mitglied der Accademia Nazionale delle Scienze gewählt.
Literatur
Weblinks Eintrag zu Antonino Lo Surdo in der Italienische Enzyklopädie (gegründet von Giovanni Treccani), italienisch Eintrag zu A. Lo Surdo in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Geophysiker Kategorie:Hochschullehrer (Universität La Sapienza) Kategorie:Mitglied der Accademia dei Lincei Kategorie:Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino Kategorie:Mitglied der Accademia Nazionale delle Scienze Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1949 Kategorie:Mann