Julius(z) Jung (* 1837 in Stuttgart; † 23. Oktober 1916 in KaltentalStuttgarter Neues Tagblatt vom 27. Oktober 1916, S. 4. (Todesanzeige)) war ein deutscher Architekt des Historismus, der hauptsächlich im Weichselland, ehemals Kongresspolen, wirkte.
Leben Jung studierte in Paris und Stuttgart. Im Kontext des Baus einer neuen Synagoge, die von seinem akademischen Lehrer Adolf Wolff nach dem Vorbild der Stuttgarter Synagoge an der Goethestraße entworfen worden war, kam er um 1884 ins damals russische Lodz. In den Jahren bis etwa 1900 war er insbesondere für den Großindustriellen Izrael Poznański tätig, baute aber auch andere Häuser, etwa in der zentralen Petrikauer Straße für die Unternehmer Louis Geyer und Herman Konstadt. Zeitlebens behielt er jedoch die württembergische Staatsbürgerschaft und kehrte in seinen letzten Lebensjahren nach Württemberg zurück. 1910 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Bauhütte Stuttgart verliehen.Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen, 7. Jahrgang 1910, Nr. 48 (vom 26. November 1910), S. 387. (Digitalisat)
Weblinks
Literatur Maria Nowakowska: Łódzki detal. Przewodnik po Łodzi szlakami dzieł architektonicznych. Centrum Inicjatyw na rzecz Rozwoju REGIO, Łódź 2016. Krzystof Stefański: Łódź, Stuttgart i Juliusz Jung. Ulica Moniuszki w duchu Goethestrasse. In: Kronika miasta Łodzi, Jahrgang 2003, Heft 3/4, S. 171–176.
Einzelnachweise
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