Johannes Cronauer (* 29. Juni 1861 in Ludwigshafen am Rhein; † 22. November 1932 in Neustadt an der Weinstraße) war ein deutscher Lehrer und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Leben Johannes Cronauer war in Germersheim als Hauptlehrer tätig und politisch aktiv. Er war Mitglied der Liberalen Vereinigung, die 1880 aus der Abspaltung des linken Flügels der Nationalliberalen Partei hervorgegangen war und 1884 mit der Deutschen Fortschrittspartei zur Deutschen Freisinnigen Partei fusionierte. Als Mitarbeiter der Pfälzischen Lehrerzeitung verfasste er mehrere Beiträge, darunter Der heutige Stand der Methodik des Rechenunterrichtes. Darin forderte er „…der Lehrer soll nicht nur den heutigen Stand der Methodik, er soll auch die historische Entwicklung des Rechenunterrichts kennen; er soll über die neueren Bestrebungen unterrichten…“
1907 wurde er im Wahlkreis Germersheim in die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte den Bayerischen Landtag bildete, gewählt. Die Wahl wurde mit Beschluss vom 3. Dezember 1907 für ungültig erklärt und eine Neuwahl zum 19. Januar 1908 angesetzt. Auch diese Wahl wurde am 13. August 1908 für ungültig erklärt. Erst am 10. Januar 1909 erhielt er ein (gültiges) Mandat für die Kammer der Abgeordneten, in der er bis 1911 in verschiedenen Fachausschüssen arbeitete.
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 20. Wahlperiode)
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Einzelnachweise
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