Hermann Max Freiherr von Eelking (* 16. Juni 1861 in Bremen; † 27. März 1930 in Magdeburg) war ein preußischer Generalmajor.
Leben mini|hochkant|Wappen der Freiherren von Eelking Herkunft Max von Eelking war ein Sohn des Arztes Hermann Freiherr von Eelking (1818–1884) und dessen Ehefrau Marie, geborene Bornheim (1839–1911). Sein Großvater Max von Eelking (1782–1857) war Oberst der Freien Hansestadt Bremen und Domherr zu Lübeck. Sein Onkel war Max von Eelking (1813–1873).
Militärkarriere Max von Eelking absolvierte nach dem Abitur eine Militär-Vorbereitungsanstalt in Kassel. Am 20. September 1880 trat er als Fahnenjunker in das Westfälische Jäger-Bataillon Nr. 7 der Preußischen Armee in Bückeburg ein. Unter Beförderung zum Sekondeleutnant erfolgte am 11. Februar 1882 seine Versetzung nach Görlitz in das 1. Schlesische Jäger-Bataillon Nr. 5. Nach einer Kommandierung zur Dienstleistung beim 1. Niederschlesischen Infanterie-Regiment Nr. 46 versah von Eelking ab dem 21. Juli 1887 Dienst im 4. Ostpreußischen Grenadier-Regiment Nr. 5 in Danzig und war von Ende September 1889 bis Ende März 1891 zur dortigen Gewehrfabrik kommandiert. Während dieses Kommandos erfolgte Mitte November 1890 seine Beförderung zum Premierleutnant. Am 24. Juli 1894 wurde er in das Braunschweigische Infanterie-Regiment Nr. 92 versetzt und am 19. März 1896 unter Beförderung zum Hauptmann zum Chef der 10. Kompanie ernannt. In dieser Stellung erhielt von Eelking die Erlaubnis zur Annahme des Ritterkreuzes II. Klasse des Ordens Heinrichs des Löwen. Mit der Aufstellung des Infanterie-Regiments Nr. 165 wurde er in seiner Funktion als Kompaniechef mit Wirkung zum 1. April 1897 nach Goslar versetzt. Unter Übertritt zum Regimentsstab avancierte von Eelking am 18. Mai 1907 zum überzähligen Major, wurde am 1. Oktober 1909 Kommandeur des III. Bataillons und rückte am 1. Oktober 1913 zum Oberstleutnant auf. Am 24. Februar 1914 folgte eine Verwendung beim Stab des Infanterie-Leib-Regiments „Großherzogin“ (3. Großherzoglich Hessisches) Nr. 117 in Mainz.
Mit der Mobilmachung anlässlich des Ersten Weltkriegs wurde von Eelking am 1. August 1914 zum Kommandeur des neuaufgestellten Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 88 ernannt. Krankheitsbedingt musste er sein Kommando bereits kurz darauf wieder abgeben und wurde am 9. August zu den Offizieren von der Armee versetzt. Am 9. April 1915 trat er mit der Ernennung zum Kommandeur des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 209 wieder in den Truppendienst zurück und nahm an den Kämpfen an der Westfront teil. Anfang Dezember 1915 wieder zu den Offizieren von der Armee versetzt, avancierte von Eelking am 27. Januar 1916 zum Oberst und war ab dem 23. Juli 1916 beim Stab der 86. Infanterie-Brigade tätig. Daran schloss sich am 2. September 1916 eine Verwendung beim Stab des Kommandos der Infanterie-Ersatz-Truppe in Warschau an. Unter Belassung in seiner Stellung wurde von Eelking am 18. September 1917 in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension sowie der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Infanterie-Leib-Regiments „Großherzogin“ (3. Großherzoglich Hessisches) Nr. 117 zur Disposition gestellt.Militär-Wochenblatt. Nr. 38 vom 27. September 1917, S. 1010. Am 30. November 1917 trat er seine Stelle als Kommandeur des Landwehrbezirks Magdeburg an und erhielt noch den Charakter als Generalmajor.Militär-Wochenblatt. Nr. 69 vom 8. Dezember 1917, S. 1755.
Von Eelking war nach dem Krieg Vorstand des Versorgungsamtes in Magdeburg sowie Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er war Ehrenritter des Johanniterordens.
Familie Am 11. Mai 1886 heiratete er in Görlitz Adele Meusel (1861–1932). Aus der Ehe gingen der Sohn Hermann (1887–1970) sowie die Töchter Editha (* 1888) und Asta (* 1892) hervor.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1921. Einundsiebzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 194–195. von Otto, Gustav von Kortzfleisch: Geschichte des Braunschweigischen Infanterie-Regiments Nr. 92 und seiner Stammtruppen. 1809–1902. 3. Band: Der deutsch-französische Krieg und die Friedenszeit seit 1871. Verlag Limbach, Braunschweig 1903, Anlage V, S. 529. Christian Zweng: Die Preußischen Generale 1866–1920. Band 5: Eb–Fu. Institut für deutsche Phaleristik und Militärgeschichte, Osnabrück 2014, ISBN 978-3-95868-016-6, S. 32–33.
Einzelnachweise
Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Ritter des Ordens Heinrichs des Löwen Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Freiherr Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1861 Kategorie:Gestorben 1930 Kategorie:Mann