250px|mini|Marmorbüste des Jakob Braun erstellt von Michael Wagmüller Jakob Braun (* 21. September 1792 in Schwarzenfeld, Oberpfalz; † 25. Oktober 1866 in München, Königreich Bayern) war ein deutscher Mediziner und städtischer Spitalarzt in München. Ab 1828 wirkte er als Honorarprofessor.

Leben Jakob Braun wurde 1792 geboren. Nach dem Studium der Medizin promovierte er zum Doktor der Medizin. Er war als städtischer Spitalarzt in München tätig und gehörte damit zu den Ärzten des kommunalen Gesundheitswesens.

Im Jahr 1828 wurde Braun zum Honorarprofessor ernannt. In dieser Funktion war er neben seiner ärztlichen Tätigkeit auch in der akademischen Lehre tätig.

Braun starb 1866 im Alter von 74 Jahren nach einem 52-jährigen ärztlichen Wirken.

Grabstätte mini|Grab von Jakob Braun auf dem Alten Südlichen Friedhof in München

Die Grabstätte von Jakob Braun befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Mauer Rechts Platz 315/316 bei Gräberfeld 18) . Das Grab mit darunterliegender Gruft ist eines der Gräber, die ursprünglich gar nicht für den zuletzt darin Begrabenen errichtet worden sind. Die Grabstelle wurde erworben und errichtet für den Staatsbibiliotheksekretär Kaspar Will († 1826), der von seinen Nachfahren ein klassizistisches Grabmal mit Spitzgiebel und Rundbogennische erhalten hat. Vor dem Grabmal überdeckt die marmorne Liegeplatte mit einem Weihwasserbecken die darunterliegende Gruft.

Das Grab wurde 40 Jahre später im Jahr 1866 ausweislich der Quellen für 650 Gulden von der Familie Braun für den im Oktober 1866 gestorbenen Hofrat und Professor Dr. Jakob Braun übernommenClaudia Denk, John Ziesemer: Grabstätte Braun, Jakob, Nr. 20. In: Kunst und Memoria, Der Alte Südliche Friedhof in München’’, 2014, Seite 235/236. Dazu wurde das Grab umfassend umgebaut. In die Nische wurde eine Inschriftentafel und eine Büste eingefügt und an den seitlichen Pfeilern wurden weitere marmorne Inschriftentafeln angebracht. Durch die Signatur bezeugt, stammt die Büste aus Marmor von Michael Wagmüller.

Nach Jakob Braun wurden in dem Grab Brauns Ehefrau Marie, geborene Ostermeier (1804–1883) und die beiden Töchter Sophie (1827–1889) und Franziska (1828–1908) sowie weitere nachfolgende Verwandte der Familie Braun begraben.

Wirken Brauns berufliche Laufbahn vereinte die praktische Krankenhausmedizin mit universitärer Lehrtätigkeit. Als städtischer Spitalarzt war er an der medizinischen Versorgung der Bevölkerung Münchens beteiligt. Mit seiner Ernennung zum Honorarprofessor im Jahr 1828 gehörte er zu den Medizinern, die ihre klinischen Erfahrungen in die Ausbildung angehender Ärzte einbrachten.

Literatur Indexeintrag: Deutsche Biographie Braun, Jakob

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Einzelnachweise

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