Alicia Perea Caveda (* 19. September 1947 in Madrid, Spanien) ist eine spanische Archäologin. Sie gilt als Pionierin auf dem Gebiet der Archäometallurgie, insbesondere in der Erforschung antiken Goldes.

Leben und Werk Perea Caveda studierte Vorgeschichte an der Complutense-Universität Madrid. 1989 promovierte sie dort mit der Dissertation: Arqueología del oro. Un estudio de la orfebrería prehistórica en el sur de la Península Ibérica.

Nach mehreren Stipendien und Verträgen mit dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC) bestand sie 1991 die Auswahlprüfung für die Position einer stellvertretenden Archivarin, Bibliothekarin und Museumskuratorin im Bereich Museen. Im Januar 1992 wurde sie dem Museo Arqueológico Nacional de España zugeteilt, wo sie für das Fotoarchiv der Institution zuständig war. Während ihrer Zeit im Museum beaufsichtigte sie nicht nur die Arbeit der Fotografen, sondern organisierte auch das Bildarchiv des Nationalen Archäologischen Museums auf verschiedenen Medien. Parallel dazu setzte sie ihre Goldforschung fort, nutzte die Sammlungen des Museums und konzentrierte sich dabei insbesondere auf prähistorische Goldarbeiten, dem Thema ihrer Dissertation. Sie forschte außerdem zum Schatzfund von Aliseda, dem Kandelaber von Lebrija, den Abengibre-Platten und dem Schatz von Guarrazar.

mini| Westgotische Kronen und Kreuze von Guarrazar. Chromolithographie von Teófilo Rufflé (nach einer Zeichnung von Francisco Aznar y García), um 1862–1864 Ende 1993 kehrte sie nach erfolgreichem Bestehen einer weiteren Aufnahmeprüfung zum CSIC als Forscherin zurück, wo sie bis zu ihrer Pensionierung 2018 tätig war. Während ihrer Zeit beim CSIC war sie zunächst als festangestellte Wissenschaftlerin und später als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte des Zentrums für Geistes- und Sozialwissenschaften tätig. Am CSIC leitete sie die Arbeitsgruppe Archäometall. Sie gründete und leitete außerdem das Labor für Elektronenmikroskopie und Mikroanalyse (MicroLab) an derselben Einrichtung. Derzeit arbeitet sie als unabhängige Forscherin am AuProject-Programm. Nach Eintritt in ihren Ruhestand arbeitete sie als unabhängige Forscherin an antikem Schmuck und gilt als eine der führenden Expertinnen auf diesem Gebiet.

Ihre Forschungen zu Goldartefakten haben zu zwei Sammlungen geführt: der Blauen Sammlung mit Makrofotografien von Goldobjekten aus den Jahren 1993 bis 2010, die von den Anfängen der Metallurgie bis zum Ende der Antike stammen, sowie der Violetten Sammlung mit Mikrofotografien. Diese Sammlung umfasst mikrografische Daten, die mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) an den Metallstrukturen von Goldobjekten der Iberischen Halbinsel aus diesem Zeitraum gewonnen wurden. Sie beinhaltet archäologische Materialien aus Museen und öffentlichen oder privaten, vorwiegend spanischen Institutionen und hat zum Ziel, die Objekte, Herstellungsdetails, Gebrauchsspuren, Verwitterungsprozesse usw. systematisch zu dokumentieren.

Als Autorin und Herausgeberin hat sie zu zahlreichen Publikationen beigetragen, darunter Archaeometallurgy in Europe IV (2017), The Quimbaya Treasure (2016), The AU Project: Archaeometric Study of Gold Production in the Iberian Peninsula (2010), Dreamed Beings: Impossible Archaeologies (2007) und The Visigothic Treasure of Guarrazar (2001).

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl) Perea Caveda wurde 2019 als erste Frau auf der XII. Westgotischen Konferenz von Guadamur zur Westgotischen Dame ernannt. Die Konferenz erinnerte an die Entdeckung des Schatzes von Guarrazar im Jahr 1858 und würdigte ihren Beitrag zu dessen Verbreitung.

Veröffentlichungen (Auswahl) Orfebrería prerromana. Arqueología del oro. Caja Madrid. Comunidad de Madrid, 1991. mit B. Armbruster: Tecnología de herramientas rotativas durante el Bronce Final Atlántico. El depósito de Villena. In: Trabajos de Prehistoria 51 (2), 1994, S. 69–87. El tesoro visigodo de Guarrazar. Consejo Superior de Investigaciones Científicas, 2001. El Tesoro visigodo de Torredonjimeno. Madrid: CSIC, Ediciones Polifemo, 2009. mit O. García Vuelta, C.Fernández Freire: El Proyecto Au. Estudio arqueométrico de la producción de oro en la Península Ibérica. Bibliotheca Praehistorica Hispana XXVII. Consejo Superior de Investigaciones Científicas, 2010. mit A. Gutiérrez Usillos: El tesoro Quimbaya. Consejo Superior de Investigaciones Científicas; Ministerio de Educación, Cultura y Deporte, 2016. El tesoro visigodo de Guarrazar. Ministerio de Ciencia y Tecnología u. a., Madrid 2001, ISBN 84-00-07732-6. Visigothic filigree in the Guarrazar (Toledo) and Torredonjimeno (Jaén) treasures. In: Historic Metallurgy 40.1, 2006.

Weblinks Researchgate-Profil Youtube-Video: Alicia Perea Caveda, Consejo Superior de Investigaciones Científicas (spanisch)

Einzelnachweise

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